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GIPS® Informationen

T. Rowe Price („TRP“) erklärt die Einhaltung der Global Investment Performance Standards (GIPS®). TRP wurde für einen Zeitraum von 21 Jahren bis zum 30. Juni 2017 von KPMG LLP unabhängig geprüft. Der Prüfbericht ist auf Anfrage erhältlich. Im Rahmen der Prüfung wird beurteilt, ob (1) das Unternehmen alle Anforderungen der GIPS-Standards an den Composite-Aufbau unternehmensweit erfüllt hat und ob (2) die Richtlinien und Verfahren des Unternehmens geeignet sind, die Performance gemäß den GIPS-Standards zu berechnen und darzustellen. Die Prüfung gewährleistet nicht die Richtigkeit einer bestimmten Composite-Darstellung.

TRP ist ein US-amerikanisches Anlageverwaltungsunternehmen mit verschiedenen Anlageberatern, die bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission), der britischen Finanzaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority) und anderen Aufsichtsbehörden in verschiedenen Ländern registriert sind, und gibt sich für GIPS-Zwecke gegenüber potenziellen Kunden als Unternehmen mit diesem Status aus. Darüber hinaus definiert sich TRP gemäß GIPS als diskretionärer Anlageverwalter, der vorwiegend institutionelle Kunden im Hinblick auf verschiedene Mandate betreut, darunter Anlagestrategien für die US-Märkte sowie internationale und globale Strategien; ausgeschlossen sind dabei jedoch die Leistungen der Private Asset Management Group.

Eine vollständige Liste und Beschreibung aller Composites des Unternehmens und/oder eine Präsentation gemäß den GIPS®-Standards sind auf Anfrage erhältlich. Weitere Informationen zu den Richtlinien und Verfahren des Unternehmens für die Berechnung und den Ausweis von Performancedaten sind auf Anfrage erhältlich

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Februar 2021 / MARKETS & ECONOMY

Risiko-Rally dürfte trotz einiger Risiken anhalten

Eine Kurskorrektur ist jedoch möglich.

Nach der anhaltenden Rally an den Risikomärkten seit den US-Wahlen stellt sich die Frage, ob die Kurse noch Luft nach oben haben. Ich sehe drei starke Triebkräfte, die weiter für Aufwärtspotenzial sorgen könnten – allerdings auch drei Risikofaktoren, die eine Kurskorrektur auslösen könnten.

Die Rally stützt sich auf drei wesentliche Triebkräfte

Konjunkturzyklus wieder im Fokus

Meiner Meinung nach wäre es zu einfach, die Risiko-Rally alleine dem Ergebnis der US-Wahl zuzuschreiben. Ich persönlich glaube vielmehr, es war weniger der Ausgang der Wahl, der die Kurse nach oben getrieben hat, sondern die Tatsache, dass die erheblichen politischen Unsicherheiten nach dem Urnengang vom Tisch sind. Letztlich lag der ganze Fokus der Anleger lange auf der Frage, welche Folgen die verschiedenen Regierungskombinationen für die Finanzmärkte haben könnten. So war völlig in den Hintergrund getreten, dass sich die Wirtschaft schon im Frühstadium einer neuen Aufschwungphase befindet.

Aufschwungphasen dauern in der Regel nicht nur ein paar Monate, sondern ein paar Jahre, und je weiter eine Erholung fortschreitet, desto besser entwickeln sich Aktien und Unternehmensanleihen üblicherweise. Seit dem Abschluss der US-Wahlen konzentrieren sich die Anleger, gestützt auf positive Impfstoffnachrichten, offenbar wieder stärker auf den Konjunkturzyklus – was meiner Meinung nach Haupttreiber der Risiko-Rally war.

Gestiegene Aussicht auf umfangreiche US-Konjunkturprogramme

Zusätzlich befeuert wurden Risikoassets dadurch, dass mit dem Wahlsieg der Demokraten die Aussicht auf umfangreichere Konjunkturpakete gestiegen ist. Zudem hat die US-Notenbank (Fed) im letzten Jahr ein „flexibles durchschnittliches Inflationsziel“ eingeführt, sodass sie ihre lockere Geldpolitik so lange fortführen kann, bis eine deutlich höhere Wirtschaftsleistung erkennbar ist. Angesichts der anhaltenden Herausforderungen durch die Corona-Pandemie ist es aus meiner Sicht recht unwahrscheinlich, dass die Währungshüter vor dem zweiten Halbjahr öffentlich überhaupt eine Straffung in Betracht ziehen. Darüber hinaus kontrollieren die Demokraten nach dem Sieg bei den Senatswahlen in Georgia nun auch den Kongress, weshalb die Wahrscheinlichkeit stark gestiegen ist, dass Joe Biden seine geplanten Konjunkturprogramme durchsetzen kann.

Wir erwarten [...] eine Kombination aus einer expansiven Fiskalpolitik und einer ultralockeren Geldpolitik – ein Szenario, das der Definition von Helikoptergeld […] ziemlich nahekommt.

Zugleich hat das US-Finanzministerium im letzten Jahr bei der Fed hohe Barpositionen aufgebaut. So wurde parallel zur quantitativen Lockerung der Notenbank eine quantitative Straffung durch das Finanzministerium durchgeführt. Daher dürfte das US-Finanzministerium erheblichen Spielraum haben, um zusätzliche Ausgaben über die bei der Fed geparkten Barmittel zu finanzieren. Und die Währungshüter werden voraussichtlich nicht gegensteuern, solange die Corona-Pandemie das Land in Atem hält. Wir erwarten daher eine Kombination aus einer expansiven Fiskalpolitik und einer ultralockeren Geldpolitik – ein Szenario, das der Definition von Helikoptergeld (bzw. der modernen Geldtheorie) ziemlich nahekommt.

Positive Impfstoffnachrichten

Drittens wurde die Risikobereitschaft durch positive Impfstoffnachrichten befeuert. Die Anleger hoffen offenbar, dass wir die Corona-Pandemie bis Juni weitgehend hinter uns lassen. Sollte dies gelingen, würde von den Finanzmärkten und den Verbrauchern ein enormer Druck abfallen, was steigende Konsumausgaben und eine boomende Wirtschaft auslösen könnte.

Drei wesentliche Risiken mahnen zur Vorsicht

Ich glaube, dass die beschriebenen Triebkräfte die Risikomärkte auf ein starkes Fundament stellen. Allerdings sehe ich auch drei Risiken, die zur Vorsicht mahnen.

Potenzieller Inflationsdruck

Die von der Biden-Regierung vorgesehene expansive Fiskalpolitik ist von historischem Ausmaß. Die meisten Hilfspakete dürften ab dem späten Frühjahr auf die Realwirtschaft durchschlagen – also genau dann, wenn die Mobilitätsbeschränkungen aufgrund der Saisonalität des Coronavirus möglicherweise zurückgefahren werden und das organische Wachstum wieder zulegt. Dann könnte sich recht schnell ein Inflations- und Finanzstabilitätsdruck aufbauen, der eine schnellere geldpolitische Straffung nach sich ziehen könnte. Auch wenn das nicht ganz auszuschließen ist, glaube ich allerdings, dass die Fed erst abwarten wird, ob es sich um einen temporären Preisanstieg aufgrund erholungsbedingter Engpässe oder um einen echten Inflationsdruck aufgrund einer hohen Kapazitätsauslastung der Wirtschaft handelt. In jedem Fall verliert die Währung eines Landes üblicherweise an Wert, wenn die Zentralbank einem vorübergehenden Inflationsdruck entgegenwirkt. Dies verheißt nichts Gutes für den Dollar – ein wichtiger Indikator für die Risikobereitschaft.

Impfstoff gut, alles gut?

Somit ist fraglich, ob wir die Pandemie in diesem Jahr hinter uns lassen können.

Ein zusätzliches Risiko sehe ich außerdem in der Frage, ob es durch Impfstoffe gelingt, die Pandemie effektiv einzudämmen. Zuletzt ist in diesem Punkt große Verunsicherung entstanden, da die Vakzine gegen bestimmte Mutationen möglicherweise weniger wirksam sind. Somit ist fraglich, ob wir die Pandemie in diesem Jahr hinter uns lassen können. Da die Anleger zuletzt hohe Risiko-Longpositionen aufgebaut haben, dürfte die ultralockere Fiskal- und Geldpolitik kaum ausreichen, um neue Verwerfungen aufzufangen, wenn neue Virusmutationen den Impfstoffkampagnen einen Strich durch die Rechnung machen. Sollten zusätzliche Hilfspakete erforderlich werden, könnten zudem einige finanzschwächere Schwellenländer an ihre Grenzen stoßen.

China setzt seine Stimulierungsmaßnahmen möglicherweise nicht fort

Unsere dritte Sorge gilt China. Das Land hat sich beeindruckend von der Corona-Rezession erholt, sodass die Regierung bereits angefangen hat, ihre Hilfsprogramme zurückzuschrauben. China ist gemessen am BIP die zweitgrößte und gemessen am realen Ressourcenverbrauch mit Abstand die größte Volkswirtschaft der Welt. Die Regierung legt den Fokus wieder auf den Schuldenabbau, um die Finanzrisiken zu reduzieren, die für die amtierende Führung zum Problem werden könnten, wenn sie nicht gegensteuert. Allerdings haben die Behörden signalisiert, dass sie bei der Straffung vorsichtig und langsam vorgehen werden. Angesichts der Kombination aus einem schwächeren Kreditimpuls und einer historisch erfolgreichen Stop-and-Go-Politik behalten wir genau im Auge, ob China die Straffung in einem angemessenen Tempo durchführt.

Eine Fortsetzung der Rally ist das wahrscheinlichste Szenario

Insgesamt glaube ich, dass [...] die Märkte den Weg des geringsten Widerstands nehmen und weiter steigen.

Die Risikomärkte haben eine lange Rally hinter sich, was immer mit überzogenen Bewertungen und einer steigenden Anlegerpositionierung einhergeht. Insgesamt glaube ich aber, dass die positiven Impulse stärker wiegen als die Risiken – und dass die Märkte den Weg des geringsten Widerstands nehmen und weiter steigen. Zwar könnte der schnelle Aufbau von Risikopositionen tatsächlich schon bald eine abrupte Kurskorrektur auslösen. Sofern jedoch keines der genannten Risiken steigt, sehe ich in einer Korrektur weniger ein Signal für eine grundlegende Verschlechterung sondern eher eine Chance für die Anleger.

 

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Von Nikolaj Schmidt

Nikolaj Schmidt Chief International Economist

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