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GIPS® Informationen

T. Rowe Price („TRP“) erklärt die Einhaltung der Global Investment Performance Standards (GIPS®). TRP wurde für einen Zeitraum von 21 Jahren bis zum 30. Juni 2017 von KPMG LLP unabhängig geprüft. Der Prüfbericht ist auf Anfrage erhältlich. Im Rahmen der Prüfung wird beurteilt, ob (1) das Unternehmen alle Anforderungen der GIPS-Standards an den Composite-Aufbau unternehmensweit erfüllt hat und ob (2) die Richtlinien und Verfahren des Unternehmens geeignet sind, die Performance gemäß den GIPS-Standards zu berechnen und darzustellen. Die Prüfung gewährleistet nicht die Richtigkeit einer bestimmten Composite-Darstellung.

TRP ist ein US-amerikanisches Anlageverwaltungsunternehmen mit verschiedenen Anlageberatern, die bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission), der britischen Finanzaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority) und anderen Aufsichtsbehörden in verschiedenen Ländern registriert sind, und gibt sich für GIPS-Zwecke gegenüber potenziellen Kunden als Unternehmen mit diesem Status aus. Darüber hinaus definiert sich TRP gemäß GIPS als diskretionärer Anlageverwalter, der vorwiegend institutionelle Kunden im Hinblick auf verschiedene Mandate betreut, darunter Anlagestrategien für die US-Märkte sowie internationale und globale Strategien; ausgeschlossen sind dabei jedoch die Leistungen der Private Asset Management Group.

Eine vollständige Liste und Beschreibung aller Composites des Unternehmens und/oder eine Präsentation gemäß den GIPS®-Standards sind auf Anfrage erhältlich. Weitere Informationen zu den Richtlinien und Verfahren des Unternehmens für die Berechnung und den Ausweis von Performancedaten sind auf Anfrage erhältlich

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März 2022 / INVESTMENT INSIGHTS

Das Ausfallpotenzial bei russischen Anleihen verstehen

Die jüngsten Entwicklungen trüben Russlands Konjunkturaussichten zusätzlich.

Auf den Punkt gebracht

 
  • Russland hat zwar die Kuponzahlungen für zwei seiner auf US-Dollar lautenden Anleihen angewiesen, doch ein Ausfall bei russischen Schuldpapieren bleibt durchaus möglich.
  • Durch die jüngsten Ereignisse verschlechtert sich der Zustand der ohnehin bereits angeschlagenen russischen Wirtschaft weiter. Die Schwellenländer (EM) wiederum dürften volatil bleiben.
  • Wir bei T. Rowe Price waren innerhalb des Segments der EM-Anleihen zu Beginn des Jahres in russischen Schuldtiteln untergewichtet. Wir überwachen das Management und die Bewertungen dieser Positionen aktiv.

Was ist geschehen?

Nachdem die Marktteilnehmer bestürzt über einen möglichen Ausfall spekuliert hatten, hat Russland die Kuponzahlungen für zwei seiner auf US-Dollar lautenden Anleihen angewiesen. Dies sorgte für Erleichterung an den Märkten, und nach der Meldung über diese Zahlungen legten die Kurse der Papiere deutlich zu. Dies sollte aber nicht als ein verlässliches Indiz dafür gewertet werden, was mit den restlichen russischen Fremdwährungsanleihen mit einem Gesamtvolumen von mehr als rund 40 Mrd. USD geschehen könnte. 

...ein Zahlungsausfall bei Staatsanleihen [kommt] extrem selten vor...

Der andauernde Krieg in der Ukraine hat dazu geführt, dass die Auslandsanleihen des russischen Staats sehr schnell auf Niveaus gesunken sind, die einen Ausfall sehr wahrscheinlich erscheinen lassen. Allerdings kommt ein Zahlungsausfall bei Staatsanleihen extrem selten vor, und sollte er tatsächlich erklärt werden, dann wäre dies für Russland das erste Mal seit 1998. In den letzten Wochen haben alle großen Ratingagenturen russische Anleihen von Investment Grade auf „Schrottniveau“ herabgestuft. 

Seit Russland Ende Februar in die Ukraine einmarschierte, haben westliche Staaten scharfe Wirtschaftssanktionen gegen das Land verhängt und unter anderem etwa die Hälfte des Vermögens der Zentralbank eingefroren. Dadurch ist Russland wirtschaftlich praktisch isoliert, und sowohl die Finanzmärkte als auch der Rubel, der auf Rekordtiefs gesunken ist, stehen massiv unter Druck. 

Was bedeutet das für die Märkte?

Auf Russlands Auslandsanleihen dürften die Ereignisse kaum Auswirkungen haben, denn sie notierten – wie erwähnt – schon seit einiger Zeit auf extrem tiefen Niveaus, die auf eine hohe Ausfallwahrscheinlichkeit hindeuten. Durch die Entwicklungen könnte sich die Aufmerksamkeit zum Teil auch auf die Ukraine richten, die nicht müde wird zu betonen, dass sie ihre Auslandsanleihen vorerst weiter bedienen wird. Wir sind aber der Ansicht, dass für die Ukraine irgendeine Form von Schuldenumstrukturierung letztendlich nötig sein dürfte. 

Die Schwellenländer (EM) im Allgemeinen dürften einstweilen volatil bleiben. Die Kreditrisikoprämien von EM-Anleihen haben sich in der letzten Zeit ausgeweitet, weil die Anlegerstimmung stark unter der Ukraine-Krise und der Aussicht auf eine Straffung der Geldpolitik durch die großen Zentralbanken, zum Beispiel durch die US-Notenbank, zu leiden hatte. Dadurch waren EM-Anleihen von Mittelabflüssen betroffen – ein Trend, der unseres Erachtens kurzfristig andauern könnte. 

In volatilen Zeiten halten wir es für überaus wichtig, an unseren Anlageprozess, der sich vor allem auf Fundamentalanalysen und eine langfristige Anlageperspektive stützt, konsequent festzuhalten. Vor diesem Hintergrund sind wir der Auffassung, dass die Ausweitung der Kreditrisikoprämien in der letzten Zeit dazu beigetragen hat, die Bewertungen in anderen Teilen des Universums der EM-Anleihen zu verbessern. Deshalb bleiben wir für diese Anlageklasse zuversichtlich. Die Renditen und Spreads bewegen sich allmählich in Bereichen, die EM-Anleihen im Vergleich zu anderen Anleihesegmenten attraktiv machen.

Gibt es allgemeinere makroökonomische Auswirkungen?

Die jüngsten Entwicklungen bei russischen Anleihen verschlechtern den ohnehin bereits dürftigen Zustand der russischen Wirtschaft weiter. Seit einer Generation wurden keine so scharfen Sanktionen verhängt wie jetzt gegen Russland. Sie dürften eine starke Schrumpfung der russischen Wirtschaft auslösen. 

Der Inflationsdruck könnte zur Folge haben, dass die Zentralbanken der Schwellenländer die Zinsen stärker erhöhen und längere Zeit auf höheren Niveaus halten.

Unseres Erachtens könnte die Lage in der Ukraine vor allem über zwei Kanäle auf breiterer Front auf die Schwellenländer übergreifen: über die Rohstoffpreise und die Finanzströme. Rohstoff importierenden Ländern wie Indien droht durch höhere Rohstoffpreise ein negativer Terms-of-Trade-Schock, der wahrscheinlich Erträge aus der Wirtschaft abzieht, zur Inflation führen und die Aktivität verlangsamen könnte. Für Rohstoff exportierende Länder wie Brasilien könnten sich steigende Rohstoffpreise positiv auf die Terms of Trade auswirken, was in eine stärkere wirtschaftliche Aktivität und eine Verbesserung der Bonität münden dürfte. Der Inflationsdruck könnte zur Folge haben, dass die Zentralbanken der Schwellenländer die Zinsen stärker erhöhen und längere Zeit auf höheren Niveaus halten. Bislang kam es an den EM-Zinsmärkten allerdings nur zu einer mäßigen Neubewertung, weil aggressive Zinserhöhungen bereits in einem gewissen Umfang eingepreist waren. 

Wie oben erwähnt, waren aufgrund der Krise Mittelabflüsse aus Schuldpapieren der Schwellenländer zu verzeichnen. Wir beurteilen derzeit, welche potenziellen Auswirkungen die Entscheidung von J.P. Morgan, Russland am 31. März aus den eigenen EM-Benchmarks auszuschließen, auf andere Schwellenländer haben könnte. Bei den Auslandsanleihen von Schwellenländern wird die Neugewichtung durch Russlands Ausschluss auf mehrere Länder gleichmäßig verteilt, bei Lokalwährungsanleihen der Schwellenländer wird dies eher konzentriert geschehen, wobei Brasilien, Thailand und Malaysia ihre Marktanteile vergrößern werden. 

Haben die jüngsten Entwicklungen rund um Russlands Auslandsanleihen direkte Auswirkungen auf die Portfolios von T. Rowe Price?

Am Jahresanfang wiesen die Anlagestrategien von T. Rowe Price, mit Ausnahme der Emerging Europe Equity Strategy, sehr geringe Positionen in russischen und ukrainischen Wertpapieren auf. Im Segment der EM-Anleihen waren wir in Russland klar untergewichtet. Die große Mehrzahl der Strategien von T. Rowe Price wies keinerlei Engagement in Russland auf.

T. Rowe Price überwacht den eigenen Ansatz für das Management und die Bewertung dieser Positionen aktiv. Aufgrund der Eskalation der Ereignisse in der Ukraine und Russland und des sehr unsteten Marktumfelds können die aktuellen Positionen und Länderengagements von den Angaben für den letzten Berichtszeitraum per 28. Februar 2022 abweichen. 

T. Rowe Price hat auch die jüngsten Entwicklungen in Bezug auf die Sanktionen gegen Russland aktiv überwacht. Wir befolgen die Durchführungsverordnung („Executive Order“) 14024 und die zugehörigen Richtlinien und beachten die von Großbritannien und der EU gegen Russland verhängten Sanktionen. Unsere Systeme, die vor einem Handel unsere Compliance sicherstellen sollen, haben wir um Kontrollen erweitert, um zu gewährleisten, dass wir keine Anlagen oder Verkäufe tätigen, die gegen die Executive Order oder andere geltende Sanktionspakete verstoßen.

Was jetzt wichtig ist 

Für die betroffenen Anleihen gilt eine 30-tägige Schonfrist, ehe ein Ausfall möglicherweise erklärt wird. Da für andere russische Auslandsanleihen in den nächsten Wochen Kupon- und Tilgungszahlungen fällig werden, rechnen wir mit weiteren Bekanntmachungen und Meldungen zu diesem Thema. 

Ganz allgemein behalten wir die Situation in der Ukraine sehr genau im Auge. Unser Basisszenario geht davon aus, dass sich der Krieg noch längere Zeit hinzieht, die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland aber fortgesetzt werden und die Dinge sich sehr schnell ändern könnten. Die Stimmung könnte umschlagen, wenn sich eines der Extremrisiken bewahrheitet – entweder gibt es Anzeichen für eine Beilegung des Konflikts, was gut für die Stimmung wäre, oder die Lage verschlechtert sich, was die Stimmung weiter belasten würde.

WICHTIGE HINWEISE

Dieses Dokument wurde ausschließlich zu allgemeinen Informations- und Werbezwecken erstellt. Dieses Dokument ist in keiner Weise als Beratung oder als Verpflichtung zur Beratung zu verstehen (auch nicht in Bezug auf Treuhandanlagen) und sollte nicht als primäre Grundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Interessierte Anleger sollten sich in rechtlichen, finanziellen und steuerlichen Belangen von unabhängiger Seite beraten lassen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. Die T. Rowe Price-Unternehmensgruppe, zu der auch T. Rowe Price Associates, Inc. und/oder deren verbundene Gesellschaften gehören, erzielen Einnahmen mit Anlageprodukten und -dienstleistungen von T. Rowe Price. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Der Wert einer Anlage sowie die damit erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Anleger erhalten ihr ursprünglich investiertes Kapital möglicherweise nicht in voller Höhe zurück.

Dieses Dokument stellt weder ein Angebot oder eine Einladung noch eine persönliche oder allgemeine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren in irgendeinem Land oder Hoheitsgebiet beziehungsweise zur Durchführung bestimmter Anlageaktivitäten dar. Dieses Dokument wurde von keiner Aufsichtsbehörde irgendeines Landes oder Hoheitsgebiets geprüft.

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