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März 2022 / INVESTMENT INSIGHTS

Die Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine auf die Märkte

Der Kampf gegen die Inflation wird für die Zentralbanken schwieriger.

Auf den Punkt gebracht

  • Die Probleme und Engpässe in den Lieferketten und der Inflationsdruck dürften noch längere Zeit Bestand haben und die Aufgabe für die Zentralbanken, eine weiche Landung zu bewerkstelligen, schwieriger machen.
  • Wir erwarten, dass die Zentralbanken der Industrieländer die Zinsen kurzfristig weiter anheben werden. Wie es langfristig weitergeht, ist jedoch ungewisser.
  • An den Finanzmärkten dürfte weiter Volatilität herrschen, auch Kursverwerfungen sind nicht auszuschließen.

Frage: Wie haben die Märkte auf den Konflikt reagiert?

Die Märkte haben eine sehr logische Reaktion auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine gezeigt. Im Mittelpunkt standen dabei jene Wertpapiere, die von den bisherigen Sanktionen direkt betroffen sind oder von weiteren Sanktionen betroffen sein könnten.

Dass dieser Krieg schnell vorbei sein würde, ist nun unwahrscheinlicher, als viele gehofft hatten. Die Probleme und Engpässe in den Lieferketten und auch der Inflationsdruck dürften deshalb noch länger bestehen. An den Ölmärkten zeigt sich dies bereits, aber wir gehen davon aus, dass auch andere Märkte wie jene für Getreide und andere Produkte aus der Ukraine und Russland die Auswirkungen spüren werden.

Im Fixed-Income-Bereich war T. Rowe Price bei Ausbruch dieser Krise recht risikoarm aufgestellt. Daher sollten wir gut in der Lage sein, von den in den nächsten Monaten zu erwartenden Verwerfungen zu profitieren. Die Volatilität an den Märkten war bereits vor den jüngsten Ereignissen gestiegen, und wir erwarten, dass der Konflikt die Lage weiter verschärft. 

Im Fixed-Income-Bereich war T. Rowe Price bei Ausbruch dieser Krise recht risikoarm aufgestellt.

- Andy McCormick, Head of Fixed Income und CIO

Frage: Welche Auswirkungen auf die Wirtschaft sind insgesamt zu erwarten?

Als Teil der breiteren Auswirkungen dieses Konflikts werden die Lieferkettenprobleme und der Inflationsdruck viele Anleger in aller Welt sehr beschäftigen. Für die Zentralbanken wird die ohnehin bereits schwierige Aufgabe – der Kampf gegen die Inflation – dadurch gewiss noch komplizierter.

Kurz vor dem Konflikt wurde allgemein erwartet, dass die Zentralbanken der meisten Industrieländer in Kürze die Zinsen erhöhen würden. Bei der US-Notenbank zum Beispiel ging der Markt von Zinsanhebungen ab März aus.

Die Ereignisse der letzten Tage machen den Zentralbanken die Arbeit ziemlich sicher nicht einfacher. Eine weiche Landung zu bewerkstelligen wird schwierig – das ist es aber, unabhängig vom Marktumfeld, fast immer.

Aktuell glauben wir, dass die Zentralbanken weiter wie geplant vorgehen und die Zinsen ab März steigen werden. Wie sich die Lage im Jahresverlauf entwickeln wird, ist noch etwas schwieriger abzuschätzen und wird davon abhängen, wie es mit dem Konflikt weitergeht.

Aktuell glauben wir, dass die Zentralbanken weiter wie geplant vorgehen und die Zinsen ab März steigen werden.

- Andy McCormick, Head of Fixed Income und CIO

Frage: Worauf achten wir in nächster Zeit?

Wir richten unseren Blick auf einige Bereiche, die Auslöser für eine Eskalation sein könnten.

  1. Entwicklungen rund um die Gas- und Öllieferungen aus Russland.
  2. Russland hat signalisiert, die NATO-Verträge zu respektieren. Anzeichen, dass das Land seine Meinung ändert, würde aber Anlass zur Sorge geben.

Frage: Wie ist unser längerfristiger Ausblick für Fixed Income?

Vor dem Konflikt stiegen die Zinsen und die Kreditspreads weiteten sich leicht aus. Das war logisch, denn die Zentralbanken waren dabei, ihre extrem lockere Geldpolitik zurückzunehmen, die während der gesamten Covid-19-Pandemie Bestand hatte.

Die Wachstums- und Inflationsdaten waren überaus stark, was diesen Kurswechsel in der Zentralbankpolitik zu einem logischen Schritt machte. Eine Folge dieses Politikwechsels war, dass die Volatilität stieg. In Phasen wie diesen können Kursverwerfungen auftreten und sich Kaufmöglichkeiten ergeben.

Wenn in der jüngeren Vergangenheit die Renditen der US-Treasuries bei 2% bis 2,5% und die Spreads von Hochzinsanleihen bei rund 500 Basispunkten lagen, war dies für unsere Kunden überaus attraktiv. Wir erwarten, dass diese Niveaus im Laufe dieses Jahres erreicht werden. Folglich könnte das Interesse für Anleihen im Jahresverlauf wachsen.

 

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