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Mai 2021 / MARKET OUTLOOK

Globale Asset-Allokation: Einblicke für Mai

Lesen Sie, was an den globalen Märkten heute wichtig ist

1. Marktperspektive

  • Das weltweite Wirtschaftswachstum dürfte in den kommenden Quartalen allmählich seinen Höhepunkt erreichen, wenn die Wiedereröffnung der Wirtschaft und die fiskalpolitischen Impulse Wirkung zeigen.
  • Die globalen Inflationserwartungen werden wahrscheinlich mit der Zeit steigen, da der Anstieg der Verbrauchernachfrage auf Anzeichen für Angebotsengpässe trifft. Zudem hat die US-Notenbank zugesichert, an ihrer Nullzinspolitik festzuhalten, bis sich der Arbeitsmarkt erholt.
  • Die asiatischen und europäischen Volkswirtschaften sind stärker vom Konjunkturzyklus abhängig und dürften daher von der Wirtschaftserholung profitieren. Die wieder steigende Zahl von Coronavirus-Infektionen in wichtigen Volkswirtschaften Asiens gibt jedoch zunehmend Anlass zu Besorgnis.
  • Zu den Hauptrisiken für die globalen Märkte zählen der Wiederanstieg der Corona-Fallzahlen, das Tempo der Impfkampagnen, die steigende Inflation, geopolitische Bedenken und die Möglichkeit von Steuererhöhungen, wenn die Länder dazu übergehen, die Kosten der wirtschaftlichen Belebung zu finanzieren.

2. Positionierung des Portfolios

  • Wir verstärkten unsere Untergewichtung von Aktien gegenüber Anleihen und Barmitteln, da das Risiko-Rendite-Profil von Aktien nach der starken Erholung des Marktes gegenüber den Tiefständen vom März 2020 weniger attraktiv erscheint. Mögliche Rückschläge bei der Konjunkturerholung, ein Abbau der geld- und fiskalpolitischen Stützungsmaßnahmen und höhere Steuern könnten Aktien unter Druck setzen.
  • Die Übergewichtung des Euro gegenüber dem US-Dollar haben wir erhöht. Die jüngste Schwächephase des Dollar dürfte sich fortsetzen, da die US-Geldpolitik äußerst locker bleibt und sich die Wiedereröffnung der europäischen Wirtschaft im Frühjahr beschleunigt. Zudem profitiert Europa derzeit erheblich vom globalen Boom im verarbeitenden Gewerbe.
  • Das Aktienengagement richten wir weltweit noch stärker auf Substanzwerte aus, da dieses Segment attraktive relative Bewertungen bietet. Zudem dürften zyklische Unternehmen weiterhin von der Wachstumsbeschleunigung durch die globale Konjunkturerholung profitieren – unterstützt durch fiskalpolitische Impulse in den USA, steigende Rohstoffpreise und höhere Zinsen.
     

3. Marktthemen

Surprise

Die Berichtssaison für das erste Quartal geht derzeit zu Ende. Für die größte Überraschung sorgten dabei die „Überraschungen“ selbst – also das Ausmaß, in dem die Unternehmen die Gewinnerwartungen übertroffen haben. Bei den im S&P 500 vertretenen Unternehmen war für das erste Quartal ein Gewinnwachstum von knapp 20% erwartet worden. Die gemeldeten Gewinne übertrafen diese Prognose jedoch deutlich und erreichten einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr von fast 45%. Paradoxerweise war dies nicht das erste Quartal, in dem die Gewinnmeldungen stark positiv überraschten. Vielmehr haben die Unternehmen fast während der gesamten Pandemie die Erwartungen erheblich übertroffen, zumal viele Technologieunternehmen von Anfang an enorm von den Lockdowns profitierten. In diesem Quartal lagen bei den Gewinnüberraschungen jedoch zyklischere Unternehmen aus dem Energie- und dem Nicht-Basiskonsumgütersektor an der Spitze. Obwohl es nur positive Nachrichten zu geben schien, blieben die Kursreaktionen auf das unerwartet starke Gewinnwachstum in diesem Quartal verhalten. Dies deutet darauf hin, dass die Anleger die hohen Bewertungen möglicherweise rationaler beurteilen, auch im Hinblick auf eine künftige Normalisierung der Gewinne oder wachsende Belastungen durch steigende Inputkosten.

Gegenwind

In mehreren Schwellenländern, darunter Indien, Brasilien und Argentinien, sind die Corona-Fallzahlen wieder stark gestiegen. Aufgrund ihrer unzureichenden medizinischen Infrastruktur und des begrenzten Zugangs zu Impfstoffen werden die betroffenen Volkswirtschaften dadurch stark belastet. Zudem haben die höheren Zinsen, die steigende Inflation, der stärkere US-Dollar und die Wachstumsabkühlung in China zu einer wachsenden Besorgnis der Anleger über die Aussichten der Schwellenländer geführt. Seit Jahresbeginn sind die Schwellenmärkte hinter den Märkten der Industrieländer zurückgeblieben. Da in vielen Industrieländern die Konjunkturerholung bereits zum Großteil in den Kursen eingepreist zu sein scheint, bieten die Schwellenmärkte möglicherweise mehr Aufwärtspotenzial, wenn die Erholung Fuß fasst. Angesichts der weiter steigenden Rohstoffpreise, der Aussicht auf eine Abwertung des US-Dollar und der anhaltend expansiven Geldpolitik der US-Notenbank sind die Schwellenmärkte aus unserer Sicht in einer guten Ausgangsposition für eine Erholung – sofern sie dem Gegenwind standhalten können.

Eine Übersicht über die einzelnen Regionen finden Sie in unserem ungekürzten Bericht: (auf Englisch und PDF-Format).

 

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