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Juni 2020 / INVESTMENT INSIGHTS

Sind Aktien zu teuer geworden?

Aktienbewertungen bleiben trotz düsterer Prognosen vertretbar

Die wichtigsten Punkte

  • Nachdem die Aktienkurse trotz der düsteren Konjunkturdaten kräftig gestiegen sind, fragen sich die Anleger vielleicht, ob Aktien nun zu teuer sind.
  • Vorsicht ist zwar angebracht, aber wir sind davon überzeugt, dass Aktien im Vergleich zu Anleihen nach wie vor angemessen bewertet sind.


Die Aktienkurse haben sich von den Tiefstständen vom März spürbar erholt, obgleich die stark sinkenden Gewinnerwartungen und die enorm hohen Arbeitslosenzahlen durchaus alarmierend sind. Aufgrund dieses scheinbaren Widerspruchs fragen sich viele Anleger, ob Aktien angesichts der düsteren Wirtschaftsprognosen mittlerweile zu teuer geworden sind.

Im Vergleich zu der Alternative, die für die meisten Anleger Anleihen sind, halten wir Aktien nicht für zu teuer. Um Aktien- und Anleihebewertungen miteinander zu vergleichen, können die Aktienbewertungen durch Bildung des Kehrwerts des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) in Gewinnrenditen umgerechnet werden.

Ein Vergleich der erwarteten Gewinnrendite für den S&P 500 mit der Rendite von BBB-Unternehmensanleihen für die Zeit von Dezember 2016 bis Mai 2020 zeigt, dass die Rendite auf Aktien absolut betrachtet zwar an Attraktivität verloren hat, aber noch immer klar über der Rendite von Anleihen liegt – auch wenn die Gewinnprognosen in den letzten Monaten massiv gesunken sind. Das bedeutet: Anleger werden allem Anschein nach für das erhöhte Risiko, das sich daraus ergibt, dass sie Aktien statt Anleihen halten, noch immer entschädigt. Außerdem zeigt eine Analyse des Renditeaufschlags von Aktien seit 1997, dass Aktien im Vergleich zu früher gegenüber Anleihen recht angemessen bewertet sind.

Wir haben unsere Aktienposition in unseren Asset-Allocation-Portfolios kürzlich reduziert, weil die Bewertungen seit der letzten Markterholung an Attraktivität verloren haben. Unseres Erachtens ist wegen der erhöhten Unsicherheit und der Schwere des kurzfristigen wirtschaftlichen Schocks, mit dem wir konfrontiert sind, auch Vorsicht angebracht.

Wir sind aber nach wie vor davon überzeugt, dass die Aktienbewertungen trotz der trüben Konjunkturaussichten verglichen mit Anleihen attraktiv wirken. Daher bleiben wir in unseren Asset-Allocation-Portfolios in Aktien übergewichtet.
 

Aktien und Anleihen im Vergleich

Anleger scheinen für den Besitz von Aktien noch immer gut belohnt zu werden.

Aktien und Anleihen im Vergleich

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Erträge.

Quelle: Analysen von T. Rowe Price auf Basis der Daten von FactSet Research Systems Inc. Alle Rechte vorbehalten. 
Die Rendite der BBB-Unternehmensanleihen basiert auf dem Universum der US-Unternehmensanleihen von BofAML. Die erwartete Gewinnrendite im S&P 500 entspricht den IBES-Gewinnschätzungen für die nächsten zwölf Monate. Gewinnrendite = Gewinn/aktueller Kurs. Rendite der 3-monatigen US-Treasuries basiert auf 3-monatiger US Treasury Bill, die als Benchmark dient.
Für den Renditeaufschlag von Aktien werden die erwarteten Gewinnrenditen für Aktien im S&P 500 mit den  Rückzahlungsrenditen von US-Treasuries und BBB-Anleihen verglichen.

Wichtige Informationen

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