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März 2020 / INVESTMENT INSIGHTS

Globale Asset-Allokation: Einblicke für März


MARKTEINBLICKE

Stand: 29. Februar 2020
 

Coronavirus: herber Dämpfer für Angebot und Nachfrage

Im letzten Jahr belastete der schwere Handelskonflikt die globalen Lieferketten. In diesem Jahr bringt die weltweite Ausbreitung des Coronavirus die Aktivität fast zum Erliegen. Es droht ein weltweiter wirtschaftlicher Schock. Der Ausbruch beeinträchtigt nicht nur die Lieferketten und die Verfügbarkeit von Waren. Vielmehr dämpft die Angst vor einer Ausbreitung der Infektion und den damit einhergehenden Arbeitsunterbrechungen auch die Konsumausgaben. Dies kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn das Wachstum erholte sich in vielen Industrieländern gerade erst ganz allmählich von der Schwäche des Vorjahres, vor allem in Europa, wo nun erneut ein Abschwung droht. Unternehmen mit unmittelbarem Bezug zum Konsum, etwa aus den Sektoren Einzelhandel, Technologie und Konsumgüter, tragen den Auswirkungen auf die Umsatz- und Gewinnerwartungen bereits Rechnung. Volkswirtschaften, die auf den Tourismus angewiesen sind, insbesondere in Asien, leiden auch darunter, dass die Verbraucher Reisepläne weiterhin auf Eis legen, da das Virus auf weitere Regionen der Welt übergreift. Das weltweite Wirtschaftswachstum wird mit ziemlicher Sicherheit einen Dämpfer erhalten. Das ganze Ausmaß der Auswirkungen dürfte aber erst in mehreren Monaten zu spüren sein.
 

Alles Nötige 2.0?

Es wird allseits erwartet, dass die Zentralbanken, unter anderem die US-Notenbank (Fed), weitere Maßnahmen ergreifen werden, um einen Kollaps der Wirtschaft infolge des Coronavirus-Ausbruchs abzuwenden. Die Zentralbanken der G7-Länder sagten zu, ihren Teil beizutragen und ihr Handeln abzustimmen, um reichlich Liquidität bereitzustellen und dadurch die Stabilität der Weltwirtschaft zu gewährleisten, auch wenn der Handlungsspielraum für die Geldpolitik begrenzt ist. Bislang hat die Fed die Zinsen zwischen ihren Sitzungen um 50 Basispunkte gesenkt. Auch andere Länder wie Kanada, Australien und Malaysia haben die Zinsen nach unten korrigiert. Abgesehen von der Fed, sind die Rahmenbedingungen für viele Zentralbanken in Industrieländern, die stark vom Virus betroffen sind, wegen der niedrigen oder negativen Leitzinsen und der ausgeweiteten Bilanzen ungünstig. Das Instrumentarium ist also begrenzt und ob es den Zentralbanken gelingt, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus allein durch geldpolitische Maßnahmen zu bekämpfen, ist zweifelhaft. Der Ansatz, „alles Nötige zu tun“, muss diesmal daher möglicherweise von fiskalpolitischen Maßnahmen flankiert werden.
 

It‘s Biden Time!

Als Reaktion auf das Ergebnis der Vorwahlen am Super Tuesday legten die Aktienmärkte kräftig zu, nachdem der als gemäßigt geltende frühere Vizepräsident Joe Biden die anderen hoffnungsvollen möglichen Herausforderer für Präsident Donald Trump auf die Plätze verwies. Die moderaten Demokraten sagten im Vorfeld des Super Tuesday Biden ihre Unterstützung zu, nachdem andere aussichtsreiche Kandidaten aufgegeben hatten. Vorläufig vertrieb Bidens gutes Abschneiden jedoch erst einmal die Sorgen, die sich im Februar unter Anlegern breit machten, als Senator Bernie Sanders, der als weniger marktfreundlicher Kandidat gilt, die meisten Stimmen erhielt. Insbesondere Managed-Care-Unternehmen, die das von Sanders befürwortete „Medicare for All“ am härtesten treffen würde, konnten nach Bekanntwerden der Meldung deutlich zulegen. Dass auch New Yorks ehemaliger Bürgermeister Michael Bloomberg seine Kandidatur zurückgezogen hat, macht eine Nominierung Bidens im Juli wahrscheinlicher. Was die nächste Zeit angeht, dürften die Märkte ihr Hauptaugenmerk wieder auf die potenziellen Risiken der Ausbreitung des Coronavirus für die US-Wirtschaft und die durchaus gegebene Möglichkeit legen, dass dies Trumps Wiederwahl gefährden könnte.

 

Eine Übersicht über die einzelnen Regionen finden Sie in dieser PDF-Datei.

 

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