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Februar 2020 / INVESTMENT INSIGHTS

Globale Asset-Allokation: Einblicke für Februar


MARKTEINBLICKE

Stand: 31. Januar 2020


Pandemierisiko

Der Ausbruch des Coronavirus hat sich zu einer weltweiten Gesundheitskrise entwickelt, die das Leben der Menschen rund um den Globus belastet. Das ungewisse Ausmaß der Epidemie hat zu einer Verkaufswelle bei Risikoanlagen geführt. Viele Beobachter vergleichen den aktuellen Gesundheitsnotstand mit dem Ausbruch von SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) in den Jahren 2002-2003, stellen dabei jedoch erhebliche Unterschiede fest. Die chinesische Wirtschaft ist seitdem stark gewachsen und wurde deutlich stärker in die weltweiten Lieferketten integriert. Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass der MSCI All Country World Index (in USD) im Jahr 2002, kurz vor Ausbruch der SARS-Epidemie, fast 20% eingebüßt hatte, während er im Jahr 2019 um 27% stieg. Im aktuellen Marktumfeld besteht daher das Risiko für eine größere Korrektur. Da sich das Virus weiter ausbreitet, bleibt abzuwarten, ob die Epidemie der Weltwirtschaft nur einen vorübergehenden Schock versetzt oder länger anhaltende Auswirkungen hat. Die ersten Maßnahmen Chinas zur Stützung der Wirtschaft werden an den Märkten möglicherweise Erleichterung auslösen, doch neue Nachrichten dürften für anhaltende Volatilität sorgen.

 

US-BIP: Werden die Verbraucher sparsam?

Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im vierten Quartal 2019 um 2,1%. Dieser Anstieg entsprach den Schätzungen und könnte das Vertrauen der Investoren in die Verbesserung der globalen Konjunkturentwicklung stärken. Besonders stark stiegen dabei die Nettoexporte, vor allem aufgrund des vorübergehenden Einbruchs der US-Importe um 9%, der durch den Handelskonflikt verursacht wurde. Dabei muss beachtet werden, dass die Zölle lediglich die US-Importnachfrage reduzierten, wodurch sich die Nettoexporte erhöhten. Somit ist der Anstieg nicht auf eine Ausweitung der US-Exporte und -Produktion zurückzuführen. Wie eine genauere Analyse zeigt, verdeckt das robuste Gesamt-BIP möglicherweise eine eher schwache Entwicklung der Konsumausgaben und Unternehmensinvestitionen. Die Phase der Steuersenkungen und erhöhten Staatsausgaben der Jahre 2017 und 2018 liegt inzwischen hinter uns. Um den Märkten Auftrieb zu verleihen, muss sich die US-Konjunktur seitdem auf den Konsum stützen. In den letzten Monaten hat sich das Wachstum der Verbraucherausgaben jedoch abgeschwächt. Ob es sich dabei um einen Trend handelt, lässt sich bisher schwer abschätzen, doch die Entwicklung sollte beobachtet werden, zumal die Arbeitslosigkeit niedrig bleibt und das Lohnniveau steigt.

 

Wieder im Spiel?

Bei ihrer Sitzung im Januar beließ die US-Notenbank (Fed) die Leitzinsen unverändert, stellte jedoch klar, dass sie einer weltweiten Disinflation mit geeigneten Maßnahmen begegnen würde, was eher auf sinkende Zinsen hindeutet. Da der Ausbruch des Coronavirus das Wachstum der Weltwirtschaft spürbar dämpfen könnte, rechnen die Marktteilnehmer mit einer Intervention der Fed und gehen inzwischen von mindestens einer Zinssenkung bis Ende 2020 aus. Angesichts der wachsenden Erwartung einer expansiven Geldpolitik hat sich die Renditekurve zwischen dem 3-monatigen und dem 10-jährigen Segment erstmals seit Oktober 2019 umgekehrt – ein weiteres Indiz für die Besorgnis der Anleger, dass die zaghafte Wachstumserholung zum Stillstand kommen könnte. Fed-Präsident Jerome Powell räumte zwar ein, dass die Notenbank die aktuellen Risiken genau beobachtet. Gleichzeitig erklärte er jedoch, die Fed werde nur bei einer längerfristigen Bedrohung für das Wirtschaftswachstum neue Maßnahmen ergreifen. Der Virusausbruch wird hoffentlich nur zu einer vorübergehenden Krise führen. Doch an den Märkten herrscht die Ansicht vor, dass die Fed zumindest die Ersatzbank verlassen und mit dem Aufwärmen beginnen sollte.

 

Eine Übersicht über die einzelnen Regionen finden Sie in dieser PDF-Datei.

 

 

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