INVESTMENT INSIGHTS

Schwellenländer: Chance oder Risiko?

Andrew Keirle , Portfolio Manager
Eric C. Moffett , Portfolio Manager
Scott Berg , Portfolio Manager

DIE WICHTIGSTEN PUNKTE

  • In den Schwellenländern ist die Entwicklung nicht stehen geblieben, und die Anleger sollten einen neuen Blick auf sie werfen. Die Veränderungen in dieser dynamischen Anlageklasse erfordern eine laufende Beobachtung.
  • Durch den Facettenreichtum und die größere Streuung im Vergleich zu anderen Anlageklassen bieten sich in den Schwellenländern mehr Möglichkeiten, Alpha zu generieren.
  • Handelsstreitigkeiten und das schwächere globale Wachstum trüben kurzfristig die Aussichten. Allerdings sind die Fundamentaldaten weiterhin solide, und es lassen sich nach wie vor interessante Möglichkeiten finden.

In den letzten zehn Jahren konnten in den Schwellenländern sowohl mit Aktien als auch mit Anleihen positive Erträge erzielt werden, wenn auch bei weitem nicht so spektakuläre wie in den zehn Jahren davor. Manche Anleger fragen sich, ob die Schwellenländer heute immer noch lohnende Möglichkeiten bieten.
 

Es gibt starke Hinweise, dass die Antwort auf diese Frage ja lauten muss. Dennoch ist die Anlageklasse in vielen Portfolios trotz der großen Bedeutung dieser Länder für die Weltwirtschaft strukturell untergewichtet. Neben vielen langfristig wirkenden positiven Faktoren weisen die Emerging Markets (EM) eine Reihe von Wachstumsmerkmalen auf, die in Industrieländern nicht so leicht zu finden sind. Dadurch können Qualitätsunternehmen in bestimmten Branchen ein nachhaltiges Ertragswachstum weit über dem globalen Durchschnitt erzielen (kumulative Zuwächse haben das Potenzial, die künftigen Renditen deutlich zu erhöhen).  Anlegern, die auf der Suche nach akzeptablen Renditen sind, bieten unterdessen Schwellenländeranleihen wesentlich höhere Erträge als Papiere aus den Industrieländern, wo negative Renditen keine Seltenheit mehr sind. Auch die Bewertungen in der Anlageklasse sind nach wie vor attraktiv und sprechen für ein Investment.

 

Was sagen uns die Fundamentaldaten?

Negative Faktoren wie das Platzen der Rohstoffblase, das langsamere Wachstum in China, die Schwäche der globalen Exporte und der starke US-Dollar haben das Börsenumfeld im zurückliegenden Jahrzehnt belastet. Zudem ist der Wachstumsvorsprung der Schwellenländer gegenüber den Industrienationen geschrumpft, und das Gewinnwachstum der Unternehmen fällt wegen des höheren Kostendrucks (auch durch gestiegene Löhne) und der schwächeren Nachfrage geringer aus. Die wachsende Gefahr für die Globalisierung – die durch den Handelsstreit zwischen China und den USA nur noch verstärkt wird – zählt ebenfalls zu den großen Herausforderungen, vor denen die Schwellenländer angesichts zunehmender Unterbrechungen der globalen Lieferketten stehen.
 

Dessen ungeachtet sind die Schwellenländer, allen voran China, einer der wichtigsten Motoren des globalen Wachstums. Berücksichtigt man zudem längerfristige Aspekte wie die Urbanisierung, die Produktivität und die in vielen dieser Staaten wesentlich günstigere demografische Situation, ergibt sich ein breites Spektrum interessanter Möglichkeiten für Anleger.

 

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Erträge

Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre liefen die Börsen in den Schwellenländern deutlich besser als in den Industrieländern. Viele Schwellenländer profitierten von Chinas zweistelligen Wachstumsraten und massiven Investitionen im Rohstoffsektor, die zum sogenannten „Rohstoff-Superzyklus“ führten. Die Folge waren positive Rückkopplungseffekte, die den Schwellenländern auf breiter Front zugute kamen – ganz besonders einigen großen Ländern wie Brasilien, Südafrika und Russland, die über reiche Rohstoffvorkommen verfügen. Eine weitere Konsequenz war, dass die Börsenentwicklung stark von der Entwicklung der Rohstoffpreise beeinflusst wurde.
 

Doch als China seine Volkswirtschaft auf ein konsumorientiertes Modell umzustellen begann, brach die solide Unterstützung durch steigende Rohstoffpreise weg. Besonders deutlich wurde dies in den letzten fünf Jahren, in denen die Korrelation zwischen Rohstoffpreisen und Schwellenländeraktien spürbar schwächer geworden ist. Wie Abbildung 1 zeigt, bewegten sich die Aktienkurse in den Schwellenländern von 2005 bis Mitte 2014 fast im Gleichtakt mit den Energiepreisen. Seitdem ist die Korrelation jedoch zurückgegangen, weil auch das Gewicht der Rohstoffsektoren im Index gesunken ist. Dagegen haben die IT-, Internet- und Konsumbranchen zugelegt (Abbildung 2) und an Einfluss gewonnen.
 

Wir müssen erkennen, dass die Emerging Markets inzwischen einen völlig anderen Charakter haben als noch vor zehn oder sogar fünf Jahren. Der Begriff „Schwellenländer“ bezieht sich heute mehr auf die Benchmark-Klassifizierung als auf gemeinsame fundamentale Faktoren. Dies mag nach einer feinen Unterscheidung klingen, sie ist aber wichtig. 

 

Evolution und dauerhafter Wandel – alles dreht sich um China

Ökonomen sagen seit Langem voraus, steigende Einkommen in den Schwellenländern würden eine Umstellung von einem export- auf ein konsumgestütztes Wachstum auslösen. In vielen Emerging Markets ist dieser Wandel bereits deutlich zu beobachten. China steht dabei im Zentrum. Die Industrialisierungsphase in dem Land geht eindeutig – und von Peking gewollt – ihrem Ende zu, während der Konsum- und der Dienstleistungssektor stark an Bedeutung gewonnen haben.


Die anderen Schwellenländer müssen sich auf das weltweit schwächere Wachstum einstellen. Viele streben eine größere Eigenständigkeit an und treiben zunehmend Handel untereinander, um ihre Abhängigkeit von den Industrieländern, insbesondere den USA, zu verringern. Dies stellt eine bemerkenswerte Wende dar und dürfte der Entwicklung dieser Staaten zusätzliche Impulse geben.



Abbildung 1: Die Performance von Schwellenländeraktien richtet sich nicht mehr nach dem Rohstoffzyklus


Schwellenländeraktien korrelieren weniger stark mit den Energiepreisen
Kumulative Wertentwicklung, Januar 2005 bis August 2019

EM-Aktienkurse korrelieren weniger mit Energiepreisen. Gesamtperformance, Januar 2005 bis August 2019

 

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Erträge.

Quellen: FactSet (siehe „Zusätzliche Informationen“) und MSCI (siehe „Zusätzliche Informationen“).




Abbildung 2: Der neue Wachstumstreiber in den Schwellenländern

Konsum- und Technologiebranchen gewinnen zu Lasten der Rohstoffbranchen an Bedeutung
Gewichtungen im MSCI Emerging Market Index

Abbildung 2: Der neue Wachstumstreiber in den Schwellenländern

Quellen: FactSet (siehe „Zusätzliche Informationen“) und MSCI (siehe „Zusätzliche Informationen“).
 

Die Streuung nimmt zu

Durch den Trend zu einer stärkeren Ausrichtung ihrer Volkswirtschaften auf den Binnenmarkt spielen lokale Aspekte in den Schwellenländern eine zunehmend wichtige Rolle. Verallgemeinerungen in Bezug auf die Anlageklasse sind deshalb mit noch mehr Vorsicht zu genießen. Schon ein Vergleich der Performance der einzelnen Länder verrät, dass wir es nicht mehr mit einer homogenen Gruppe zu tun haben.
 

In Anbetracht dieser Unterschiede müssen wir auch unsere Annahmen darüber, welches Umfeld am vorteilhaftesten sein könnte, überdenken. Sinkende Ölpreise würden in Russland oder im Nahen Osten möglicherweise zu schwachen Börsen führen, doch sie würden vielleicht auch bedeuten, dass die Verbraucher in China und Indien mehr Geld für Lebensmittel, Reisen oder Unterhaltung ausgeben können – Bereiche, die in den Schwellenländern inzwischen eine größere Rolle spielen.



Diese Veränderungen sind Herausforderung und Chance zugleich. Allokationen in Schwellenländeraktien und -anleihen orientieren sich nicht mehr ausschließlich an zyklischen Kriterien. In der Vergangenheit stellten wir gewöhnlich Fragen wie: Wird sich die Weltwirtschaft solide entwickeln? Werden die Rohstoffpreise steigen? Werden die Währungen der Schwellenländer stabil bleiben? Wenn diese Fragen alle mit „ja“ beantwortet werden konnten, war es sehr wahrscheinlich, dass die Schwellenländer besser abschneiden würden als die Börsen in anderen Regionen. Heute ist die Lage sehr viel komplizierter. Makrofaktoren wie das globale Wachstum, die Rohstoffpreise und die Devisenmärkte haben immer noch große Bedeutung, sind jedoch Teil eines weitaus komplexeren Gesamtbilds geworden.
 

Chancen bieten sich, wenn zwei wichtige Realitäten erkannt und berücksichtigt werden: Erstens werden die Schwellenländer womöglich weiterhin höhere Wachstumsraten verzeichnen als die Industrieländer. Zweitens kommt in diesen Ländern heute ein breiteres Spektrum von länder-, sektor- und titelspezifischen Einflüssen zum Tragen. Der erste Punkt spricht dafür, bei Portfolios, denen ein langer Zeithorizont zugrunde liegt, auch die Schwellenländer hineinzunehmen. Der zweite Punkt unterstreicht die Notwendigkeit eines aktiveren Engagements, um die besten Möglichkeiten aufzuspüren, die sich heute an diesen Märkten bieten.

Falsche Vorstellungen über Schwellenländeranleihen

Wie sieht es mit den Anleihemärkten aus? Schwellenländeranleihen sind nicht die volatile Anlageklasse mit hohem Beta, für die sie gemeinhin gehalten werden. Viele Regionen und Sektoren besitzen defensive Merkmale, die es ihnen erlauben, andere Anlageklassen in Phasen der Risikoscheu zu überflügeln. Unternehmensanleihen aus Schwellenländern tun sich aufgrund der guten fundamentalen Rahmenbedingungen als besonders defensiver Sektor hervor. Das Segment ist mit einem Volumen von über 2 Billionen USD, verteilt auf Emittenten aus 50 Staaten, mittlerweile größer als die Märkte für US-Hochzinsanleihen beziehungsweise für Staatsanleihen aus Schwellenländern. Hinzu kommt, dass die Ausfallraten auf zyklischen Tiefständen liegen.


Ein ganz wesentlicher Faktor sind auch die gebotenen Renditen. Schwellenländeranleihen werfen deutlich höhere Renditen ab als Papiere aus Industrieländern. Zugleich sind die Erträge dank der breiten Streuung auf viele unterschiedliche Märkte konstanter. So haben beispielsweise Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern4 in den vergangenen acht Jahren eine durchschnittliche Rendite von 5,5% bis 7,5% erbracht. Und Hartwährungsstaatsanleihen5 erzielten in den letzten 25 Jahren doppelt so hohe absolute Renditen wie Schwellenländeraktien.6 Anleihen aus Industrieländern im Volumen von rund 15 Billionen USD weisen aktuell negative Renditen auf. Verglichen damit bieten Unternehmensanleihen aus Schwellenländern mit ihrer Historie überzeugender langfristiger risikoadjustierter Erträge eine attraktive Kombination von Rendite und Duration (Abbildung 3).

Für Anleger, die nach höheren Renditen suchen, bieten Schwellenländeranleihen sehr interessante Möglichkeiten.
- Andrew Keirle, Portfoliomanager, Emerging Markets Local Currency Bond Strategy

Natürlich sind mit Anlagen in den Emerging Markets stets auch ganz spezifische Risiken verbunden. Dank der positiven Reformen in vielen Schwellenländern ist in den meisten dieser Staaten aber die Gefahr gebannt, dass schon eine oder zwei falsche Entscheidungen ausreichen, um eine Krise herbeizuführen. Durch Bottom-Up-Research vor Ort können Länder ermittelt werden, die konsequent eine wirtschaftsfreundliche Politik betreiben. So können Risiken durch politische oder geldpolitische Fehlentscheidungen verringert und Staaten gemieden werden, deren Entwicklung in die falsche Richtung geht.
 

Selbst wenn es in bestimmten Schwellenländern einmal zu größeren Verkaufswellen kommt, sehen wir darin kein systemisches Risiko für die Anlageklasse als Ganze. Zum Beispiel sorgten in den Jahren 2018 und 2019 die Türkei und Argentinien lange für Schlagzeilen, da die Börsen innerhalb kurzer Zeit das Vertrauen in die Fähigkeit dieser Länder verloren, ihre Währungen und Staatshaushalte unter Kontrolle zu halten. Auf dem Höhepunkt der Krise kehrten manche Anleger den beiden Ländern den Rücken, um im vertrauteren Umfeld der großen Industrieländer nach sicheren Alternativen zu suchen. Der Ausverkauf dauerte jedoch nicht lange, und für langfristig denkende Anleger eröffneten sich günstigere Einstiegsmöglichkeiten.
 

Plötzliche Abwärtsbewegungen können zudem Gelegenheiten bieten, gegen den Strom zu schwimmen und auf ermäßigtem Niveau zuzugreifen. Durch die Wahl des richtigen Zeitpunkts für den Wiedereinstieg in einen stark gefallenen Titel oder Sektor können Anleger ihre Chance auf langfristige Zuwächse erhöhen.


Abbildung 3: Höhere Rendite gesucht? Ein Blick auf Schwellenländeranleihen könnte sich lohnen

Bei Schwellenländeranleihen werden deutlich höhere Erträge geboten als in anderen Bereichen
Stand 31. Juli 2019

Abbildung 3: Höhere Rendite gesucht? Ein Blick auf Schwellenländeranleihen könnte sich lohnen

 

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Erträge.

Quellen: Bloomberg Index Services Limited (siehe „Zusätzliche Informationen“), J.P. Morgan (siehe „Zusätzliche Informationen“). Die Renditen sind in USD angegeben. Datenanalyse von T. Rowe Price.

Benchmarks: Staatsanleihen aus Schwellenländern in Hartwährung: J.P. Morgan EMBI Global; Staatsanleihen aus Schwellenländern in Lokalwährung: J.P. Morgan GBI – EM Global Diversified;  Unternehmensanleihen aus Schwellenländern: J.P. Morgan CEMBI Broad Diversified; Euro-Hochzinsanleihen: Bloomberg Barclays European High Yield; US-Hochzinsanleihen: Bloomberg Barclays U.S. High Yield; US-Investment-Grade-Anleihen: Bloomberg Barclays U.S. Corporate Investment Grade; Euro-Investment-Grade-Anleihen: Bloomberg Barclays European Corporate Investment Grade; US-Staatsanleihen: Bloomberg Barclays U.S. Aggregate – U.S. Treasury; internationale Anleihen: Bloomberg Barclays Global Aggregate ex U.S.; deutsche Bundesanleihen: Bloomberg Barclays Global Aggregate – German Bund; japanische Staatsanleihen: Bloomberg Barclays Global Aggregate – Japanese Government Bond.

Die Schwellenländer sind ein lohnendes Revier für die Suche nach gut geführten Qualitätsunternehmen, die das Potenzial haben, ihre Gewinne Jahr für Jahr beständig zu steigern.
- Eric Moffett, Portfoliomanager, Asia Opportunities Equity Strategy

Wo befinden wir uns im aktuellen Konjunkturzyklus?


Der Handelsstreit zwischen den USA und China und die wachsende Sorge um das globale Wachstum haben vielen Anlegern die Stimmung verdorben. Die Aussicht auf eine schwächere Konjunktur und eine Flucht in sichere Häfen schaffen daher kurzfristig schwierige Rahmenbedingungen für die Schwellenländer.
 

Ein abrupter Abschwung in China würde das globale Wachstum bremsen, doch den Großteil der Last hätten die anderen Schwellenländer zu tragen. Wir halten eine solche Entwicklung allerdings für unwahrscheinlich, da Peking über die geld- und fiskalpolitischen Instrumente verfügt, um seine Wirtschaft anzukurbeln. Die Situation im Handelsstreit könnte China zudem motivieren, der Konjunktur mit zusätzlichen Impulsen auf die Sprünge zu helfen.


Durch den expansiven Kurs der US-Notenbank dürfte unterdessen der Druck sinken, den der US-Dollar auf die Währungen der Schwellenländer ausübt. Überdies gibt die träge Inflation den Zentralbanken vieler Schwellenländer Spielraum für Zinssenkungen – in der Vergangenheit haben die Börsen dieser Länder von solchen Impulsen stark profitiert.

Kurz- und langfristig gesehen sind die Bewertungen im Vergleich zu früher und zu den Industrieländern attraktiv, und auch die Unternehmensgewinne sollten wieder steigen. Infolge des schwächeren Wachstums wurden die Gewinnschätzungen für 2019 nach unten korrigiert. Sofern die Weltwirtschaft nicht massiv schrumpft, dürften sich die Gewinne in den Schwellenländern im Jahr 2020 erholen.
 

Dabei ist aber zu beachten, dass die Performance der Emerging Markets und der „Gewinner“ auf Einzeltitel- und Länderebene nicht mehr so schwungvoll verlaufen wird wie in der Vergangenheit. Längerfristig wird es darauf ankommen, in welche Einzeltitel ein Anleger investiert und ob die jeweiligen Unternehmen Wachstum verzeichnen und unterbewertet sind.
 

Alles in allem scheinen die Schwellenländer in guter Verfassung zu sein. Kurzfristig rechnen wir jedoch mit weiterer Volatilität, je nach Verlauf und Ausgang des Handelsstreits. Einstweilen mangelt es an Klarheit. Deshalb raten wir Anlegern, die in Schwellenländeraktien investieren, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten und volatilere Phasen zu nutzen, um ihr Engagement mit Augenmaß zu verstärken. Bei Schwellenländeranleihen scheint der Fall klarer zu liegen. Für ein Investment sprechen positive Fundamentaldaten und wesentlich höhere Renditen als in den Industrieländern.

 

Herausforderungen und Chancen, wenn man die Wahl hat

– Scott Berg, Global Growth Equity Strategy

Wenn ich mein Netz weiter auswerfe, hat das für mich als Verwalter eines globalen Aktienportfolios enorme Vorteile. Nach meiner festen Überzeugung sind die Schwellenländer für die Weltwirtschaft von immenser Bedeutung, und sie weisen eine Reihe von Wachstumsmerkmalen auf, die in Industrieländern nicht so leicht zu finden sind. Dadurch können Qualitätsunternehmen in bestimmten Branchen ein nachhaltiges Ertragswachstum weit über dem globalen Durchschnitt erreichen. Ein Paradebeispiel ist der Bankensektor, wo die Kapitalrenditen in den Schwellenländern sehr viel höher sind als in den Industrieländern.
 

Die Schwellenmärkte sind schwierig und in der Regel weniger effizient als die Börsen der Industrieländer. Dadurch sind sie aber auch ein lohnenderes Revier für Anleger wie mich, die über genügend Ressourcen verfügen um die besten Möglichkeiten aufzuspüren. Ein zentraler Aspekt unserer Anlagephilosophie ist die Erkenntnis, dass die Aktien erstklassiger Wachstumsunternehmen häufig unterbewertet sind, weil der Markt die Nachhaltigkeit ihrer langfristigen Ertragsströme unterschätzt. Dies gilt in besonderem Maße für die Schwellenländer, wo häufig sehr langfristige demografische und andere Trends eine Rolle spielen.
 

Ein weiteres unserer Grundprinzipien besteht darin, dass titelspezifische Faktoren auf lange Sicht die wichtigsten Treiber der Kursentwicklung sein sollten. Wir suchen deshalb nach erstklassigen, wachstumsstarken Unternehmen in vielversprechenden Branchen, die zudem auf attraktivem Bewertungsniveau notieren, sodass Kurschancen klar erkennbar sind. In den Schwellenländern lassen sich viele Unternehmen entdecken, die diesen Kriterien genügen.

Ein Paradebeispiel ist der Bankensektor, wo die Kapitalrenditen in den Schwellenländern sehr viel höher sind als in den Industrieländern.
- Scott Berg, Portfoliomanager, Global Growth Equity Strategy

 

1 Quelle: World Economic Outlook 2019 des IWF.

2 Quellen: World Data Lab/Market Pro und HSBC.

3 Quellen: National Bureau of Statistics of China/Haver Analytics, IWF und Datenanalyse von T. Rowe Price.

4 Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern werden durch den J.P. Morgan Government Bond Index – Emerging Markets Global Diversified repräsentiert.

5 Hartwährungsstaatsanleihen werden durch den J.P. Morgan Emerging Markets Bond Index Global Diversified repräsentiert.

6 Schwellenländeraktien werden durch den MSCI Emerging Markets Index repräsentiert.


 

Zusätzliche Informationen

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201909‑954490

zugehörige Fonds
SICAV
Anteilsklasse I USD
ISIN LU0310189781
Diversifiziertes Portfolio von Staatsanleihen aus Schwellenländern, denominiert in Lokalwährung. Die Strategie achtet darauf, dass die Kreditrisiken in der Regel geringer sind als bei Anleihen, die in fremder Währung denominiert sind. Interessante Gelegenheiten können sich durch lokale Zinszyklen und das Engagement in Schwellenländer-Währungen eröffnen. Mehr...
3 Jahres-Rendite
(Annualisiert)
6,28%
Durchschnittlicher Kupon
6,83%
FACTSHEET
Fondsvolumen
(USD)
$84,7Mio.
Durchschnittliche Laufzeit
8,11 J.
Durchschnittliche Duration
5,27 J.
zugehörige Fonds
SICAV
Anteilsklasse I USD
ISIN LU1044871900
Sehr selektiv zusammengestelltes Portfolio von rund 40-70 Aktien asiatischer (ohne japanische) Unternehmen, von denen wir erwarten, dass sie ihre Erträge zuverlässig steigern und dauerhaft hohe Cashflows generieren werden. Es geht uns kurz gesagt darum, Aktien erstklassiger Unternehmen zu kaufen, die von erstklassigem Personal geleitet werden.
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3 Jahres-Rendite
(Annualisiert)
13,65%
Fondsvolumen
(USD)
$81,0Mio.
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