FIXED INCOME NEWSLETTER

Die Ertragsherausforderung meistern

Ken Orchard , Portfolio Manager

Strategie im Überblick

  • Streben nach stabilen Einkommen durch Fokussierung auf risikobereinigte Erträge; mittlerer Anlagehorizont; Portfolio optimiert für möglichst geringe Volatilität während des Zyklus.
  • Investments in ein breites Anlageuniversum, taktische Allokationen in 16 Anleihesektoren sowie in über 80 Ländern und über 40 Währungen; Vermeidung zu starker Konzentrationen auf einzelne Sektoren, Währungen oder Risikofaktoren.
  • Laufende Begrenzung der Risiken durch Anpassung der Risikopositionen, Absicherungen und Liquidität entsprechend der jeweiligen Marktlage.
  • Indexunabhängig – Anlagepositionen sind das Resultat makroökonomischer Top-down-Einschätzungen und der von starken Überzeugungen geprägten Titelauswahl; die Basis ist die firmeneigene globale Research-Plattform.

Der T. Rowe Price Funds SICAV – Diversified Income Bond Fund richtet sich an Anleger, die mit einem Portfolio von Anleihen solide, attraktive Renditen anstreben. Für den Fonds wurde ein jährliches Ertragsziel von aktuell 5% pro Jahr über den Marktzyklus festgelegt. Dies gilt für die auf US-Dollar lautenden Anteilsklassen A, Q und I.1 Im nachstehenden Frage-und-Antwort-Teil (F&A) spricht Portfoliomanager Ken Orchard über Investments in ertragsorientierte Anleihefonds und erläutert den Ansatz von T. Rowe Price.


Was ist ein ertragsorientierter Anleihefonds?

Ein ertragsorientierter Fonds verfolgt ein vorrangiges Ziel: ein regelmäßiges Einkommen erzielen, das höher ist als die reine Kapitalwertsteigerung. Ertragsorientierte Anleihefonds versuchen traditionell, dieses Einkommen durch Couponzahlungen für Staats- oder Unternehmensanleihen zu erzielen – ganz ähnlich wie bei ertragsorientierten Aktienfonds, die vor allem in Aktien investieren, die regelmäßig Dividenden zahlen. Ertragsorientierte Anleihefonds eignen sich in der Regel für Anleger, die regelmäßige und wenig schwankende Einkünfte aus ihren Anlagen erzielen wollen, und zwar unabhängig von der Marktlage.
 

Was ist das Hauptziel einer ertragsorientierten Strategie?

Damit ertragsorientiertes Anlegen Erfolg haben kann, ist sehr viel mehr nötig, als einfach nur Wertpapiere mit hohen Coupons zu halten. Die größte Herausforderung für eine solche Strategie besteht darin sicherzustellen, dass die Rendite bei allen möglichen Marktlagen mindestens so hoch ist wie das Ertragsziel. Wenn die Anleihekurse und die Renditen sinken, kann das Anlagekapital schrumpfen, auch wenn nach wie vor Erträge erwirtschaftet und ausgezahlt werden.
 

Ob die Anlage die genannte Herausforderung meistert, hängt vom erfolgreichen Gelingen von drei Dingen ab:

  1. Finden sich ertragbringende Instrumente mit geringer Volatilität?
  2. Wird Diversifizierung genutzt, um die Korrelationen der Positionen untereinander zu verringern (Minderung der Gesamtvolatilität)?
  3. Wird die Kombination aus risikoreichen und risikofreien Positionen entsprechend der Marktlage angepasst?

Was für Anlagen sollte ein ertragsorientierter Anleihefonds enthalten?

Ich bin der Ansicht, dass ein guter ertragsorientierter Anleihefonds vier „Hauptbausteine“ enthalten sollte: erstklassige Staatsanleihen, Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating, Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern sowie höher verzinsliche Anlagen. Deren Risiko-Rendite-Profile sollten sich unterscheiden. Denn dann kann der Manager den Mix anpassen, um den angestrebten Ertrag und die gewünschte Volatilität zu erreichen. Jeder Baustein sollte 10% bis 40% zum Gesamtertrag beisteuern, wobei die Anteile je nach Bewertung, Marktlage und Ausblick variieren können. In „normalen“ Zeiten werden Anlagen mit höherer Rendite und höherem Risiko stärker vertreten sein, in unruhigen Zeiten dagegen eher qualitativ höherwertige Anlagen.

  1. ErstklassigeStaatsanleihen

    Erstklassige Staatsanleihen (mit einem Rating von A- oder besser) sowie Agency Mortgage-Backed Securities (AMBS) bilden den ersten Baustein und den Grundstock eines Portfolios – sie liefern stabile, zuverlässige Erträge, auch wenn diese angesichts der aktuell niedrigen Renditen der Anlagen derzeit eher mäßig sind. Das Kreditrisiko in diesem Teil des Portfolios ist minimal, es gibt allerdings ein gewisses Durationsrisiko. Das Gute ist aber, dass dieser Portfolioteil Kreditrisiken in anderen Portfoliosegmenten absichern kann.

  2. Investment‑Grade-Unternehmensanleihen

    Der zweite Baustein sind Investment‑Grade-Unternehmensanleihen und verbriefte Kredite. Sie sind (bei einem durchschnittlichen Rating von A-) mit geringen Kreditrisiken verbunden, bieten aber deutlich höhere Erträge als Staatsanleihen. Emissionen mit kürzerer Laufzeit sind unter Umständen besser geeignet, da ihre Sharpe-Ratios am höchsten sind: Die Kreditkurve verläuft gewöhnlich am kurzen Ende am steilsten, was den potenziellen Renditen aus Rolldowns zugutekommt. Zudem sorgt die niedrige Duration für eher geringe Kursschwankungen.

  3. Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern

    Staats- und Unternehmensanleihen der Schwellenländer, die auf Hartwährungen lauten, bilden den dritten Baustein und bieten noch einmal höhere Erträge. Außerdem setzen sie das Portfolio größeren Kurs- und Kreditrisiken aus. Unternehmensanleihen aus Schwellenländern sind als Anlageklasse in den letzten zehn Jahren gereift. Heute finden sich darunter Papiere unterschiedlichster Unternehmen aus verschiedenen Regionen, vor allem aus Asien. Sie eignen sich als Diversifizierung für Portfolios von US- und europäischen Unternehmensanleihen.

  4. Höher verzinsliche Anlagen

    Der vierte Baustein – Hochzinsanleihen und Engagements in Schwellenländern – umfasst Hochzinsunternehmensanleihen aus den USA und Europa, Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern und Schwellenländerwährungen. Das Ziel sollte bei diesen Anlagen darin bestehen, ein Paket von unterschiedlichen Ideen zusammenzustellen, die hohe, aber dennoch nachhaltige Erträge erzielen. Dafür sind strenge bottom-up-orientierte Fundamentalanalysen nötig, um die richtigen Kreditprofile auszuwählen. Dies ist selbstverständlich der risikoreichste Teil des Fonds. Daher muss die Höhe des Ertrags aus diesem Baustein entsprechend Basis den aktuellen Bewertungen und dem Marktausblick aktiv justiert werden.

Was unterscheidet den T. Rowe Price Funds SICAV – Diversified Income Bond Fund von anderen ertragsorientierten Anleihefonds?

Unsere feste Absicht, über den gesamten Marktzyklus nachhaltige Erträge zu erwirtschaften. Viele ertragsorientierte Fonds setzen vor allem auf Hochzins- und Schwellenländeranleihen und / oder verbriefte Kredite. Die Folge: Das Portfolio ist erheblichen Marktschwankungen und Ausfallrisiken ausgesetzt.
 

Unser Ansatz, nach Möglichkeit „nachhaltige“ Erträge zu erwirtschaften, basiert auf unserer Überzeugung, dass es abgesehen von Anleihen mit hohen Coupons noch viele andere Ertragsquellen gibt. Wir investieren zwar in Unternehmensanleihen und verbriefte Kredite, aber in nicht unerheblichem Umfang auch in höherwertige globale Staatsanleihen. Diese weisen ein geringeres Kreditrisiko auf und können bei unruhigen Märkten für Stabilität im Portfolio sorgen. Auch an den Devisenmärkten engagieren wir uns mit Vorsicht und zwar in Währungen, die hohe Zinsen bei einer geringen Volatilität bieten können oder sich als Absicherung für andere Positionen im Portfolio eignen. Zusätzliche Erträge stammen aus weniger traditionellen Quellen, etwa aus Zahlungen für Credit Default Swaps, dem Zinsunterschied bei Devisenpositionen oder dem „Rolldown“ (die Rendite aus dem Wertanstieg einer Anleihe, wenn der Fälligkeitstermin naht), der sich aus einem steilen Verlauf der Renditekurve ergibt. Dadurch sollten wir auch bei einer schwierigen Marktlage weiterhin ansehnliche Erträge erwirtschaften können.
 

Natürlich wissen wir, dass sich Anleger, die in unseren Fonds investieren, möglicherweise in unterschiedlichen Lebensabschnitten befinden. Sie haben daher die Wahl, ob sie lieber in eine ausschüttende Anteilsklasse mit monatlicher Auszahlung der Erträge investieren wollen oder ob die Erträge wiederangelegt werden sollen, damit sie von einem Zinseszinseffekt profitieren.
 

Worauf sollte ein ertragsorientierter Fonds den Fokus legen? Auf eine Benchmark oder auf ein Ertragsziel?

Unserer Ansicht nach spiegelt ein Ertragsziel die Zielsetzung eines ertragsorientierten Anleihenfonds besser wider als das Bestreben, eine Benchmark zu übertreffen. Unser Ertragsziel – aktuell 5% pro Jahr2– ist zwar nicht garantiert, jedoch haben wir einen Wert gewählt, der unserer Auffassung nach über einen ganzen Marktzyklus erreichbar ist, ohne zu hohe Risiken einzugehen. Das Ziel kann nach oben oder unten korrigiert werden, falls sich die Marktbedingungen strukturell so ändern, dass höhere oder niedrigere Ertragsziele eher tragbar sind.
 

Wir sind davon überzeugt, dass bei der Beurteilung der Performance ertragsorientierter Fonds die Einstufung in Quartile, die traditionell bei der Performancemessung verwendet wird, nicht aussagekräftig ist. Anleger sollten vielmehr nach einer Strategie suchen, die auf Grundlage der zugrunde liegenden Vermögenswerte eine angemessene Dividende zahlt.
 

Wie stellt sich das Risikomanagement im Diversified Income Bond Fund dar?

Das Risikomanagement ist wichtiger Aspekt für jedes Anleiheportfolio, umso mehr für eine ertragsorientierte Strategie. Wir glauben, dass für ein gutes Risikomanagement mehrere sich gegenseitig ergänzende Ansätze nötig sind. Zunächst einmal begrenzen wir das Engagement in Anleihen mit einem Rating unterhalb Investment Grade sowie in den Schwellenländern auf jeweils höchstens 50%, wobei das Portfolio insgesamt Investment-Grade-Qualität haben soll. Zweitens versuchen wir, die (zukunftsorientierte) Ex-ante-Volatilität innerhalb einer Spanne von 200 bis 500 Basispunkten pro Jahr zu halten. Zuletzt nehmen wir unsere firmeneigenen Systeme zu Hilfe, um die Positionen zu überwachen, die im Portfolio verschiedenen Faktoren ausgesetzt sind, zum Beispiel unterschiedlichen Marktumfeldern. Wir glauben, dass unser vielschichtiger Ansatz langfristig zu einer attraktiven Kombination aus stabilen Erträgen und einer moderaten Volatilität führen dürfte.
 

1 Das Ertragsziel ist kein formales Ziel und kann sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern. Weitere Informationen zum formalen Anlageziel entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

2 Das Ertragsziel ist kein formales Ziel und kann sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern. Weitere Informationen zum formalen Anlageziel entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.
 


Wichtigste Risiken
– Folgende Risiken sind für den hierin dargestellten Fonds von wesentlicher Bedeutung:

Transaktionen mit Wertpapieren, die auf Fremdwährungen lauten, können Wechselkursschwankungen ausgesetzt sein, die sich auf den Wert einer Anlage auswirken können. Schuldtitel können durch eine Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen infolge von Ratingherabstufungen oder Ausfällen belastet werden, die sich auf den Wert einer Anlage negativ auswirken können. Anlagen in High Yield-Wertpapieren sind mit einem höheren Risiko verbunden.  

Wichtige Informationen

Das vorliegende Dokument dient nur zu allgemeinen Informationszwecken. Es ist in keiner Weise als (Anlage-) Beratung zu verstehen (auch nicht in treuhänderischem Sinne), und potenziellen Anlegern wird empfohlen, vor einer Anlageentscheidung unabhängigen rechtlichen, finanziellen und steuerlichen Rat einzuholen. Die T. Rowe Price-Unternehmensgruppe, zu der auch T. Rowe Price Associates, Inc. und/oder deren verbundene Gesellschaften gehören, erzielen Einnahmen mit Anlageprodukten und -dienstleistungen von T. Rowe Price. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Erträge. Der Wert einer Anlage sowie die mit dieser erzielten Erträge können sowohl steigen als auch sinken. Es ist möglich, dass Anleger weniger zurückbekommen als den eingesetzten Betrag.

Das vorliegende Dokument stellt weder ein Angebot noch eine persönliche oder allgemeine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren in irgendeinem Land oder Hoheitsgebiet beziehungsweise zur Durchführung bestimmter Anlageaktivitäten dar. Das Dokument wurde von keiner Aufsichtsbehörde irgendeines Landes oder Hoheitsgebiets geprüft.

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