INVESTMENT INSIGHTS

Globale Asset-Allokation: Einblicke für Juli

Yoram Lustig , Head of Multi-Asset Solutions, EMEA

Die Zentralbanken – wer sonst?

Die Daten für die globale Industrie säten weiter Zweifel an den Wirtschaftswachstumsaussichten und die latente Unsicherheit rund um den Handel drückte weiter auf die Stimmung der Unternehmen. Die Daten gaben im 1. Halbjahr weiter nach. Der PMI für die globale Industrie sank im Juni unter die Wachstumsschwelle auf den tiefsten Stand seit Februar 2016. Es war eine breit angelegte Schwäche, denn sowohl die Gesamtdaten als auch der Auftragseingang sanken in allen Regionen. Trotz dieser anhaltenden Anzeichen für eine globale Abschwächung glauben die Märkte fest daran, dass die Zentralbanken bei Bedarf helfen werden. Diese haben mit ihren Aussagen die Märkte gestützt, aber wird ihre Reaktion im Fall der Fälle genügen, um den Konjunkturtrend umzukehren?


Synchronisierte Wende

Die makroökonomischen Risiken deuten nach wie vor eher nach unten. Das Geschäftsklima und die weltweiten Investitionsausgaben haben unter der Unsicherheit rund um den Handel gelitten. Daher gehen die Märkte immer mehr davon aus, dass die Zentralbanken ihre Geldpolitik lockern werden. Nach dem Kurswechsel der US-Notenbank nährte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), die Erwartung, dass in der Eurozone die Geldpolitik gelockert werden könnte. Auch Australiens Zentralbank verfolgt nun einen Lockerungskurs. Dies könnte eine gute Nachricht für die Schwellenländer sein. Denn die moderate Haltung in den Industrieländern und Anzeichen, dass der US-Dollar möglicherweise den Zenit erreicht hat, würde angesichts der immer noch niedrigen Inflation Raum für Zinssenkungen bieten.


Waffenruhe, aber keine echten Fortschritte

Die an das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping beim G20-Gipfel geknüpften Erwartungen waren gering. Die dort erreichte Waffenruhe war nach der monatelangen Eskalation der Spannungen allerdings eine positive Entwicklung. Doch wird das genügen, um den Märkten in nächster Zeit mehr Unterstützung zu bieten? Risikoanlagen hatten wegen moderater Kommentare von US-Notenbank und EZB bereits seit Jahresbeginn stark zulegen können. US-Aktien erlebten dabei den besten Jahresauftakt seit 1997. Doch die zuletzt gute Entwicklung von sicheren Anlagen wie Gold und Staatsanleihen weckt auch Bedenken. Die Waffenruhe verhinderte zwar eine weitere Eskalation, in den Hauptstreitpunkten (etwa zum Thema geistiges Eigentum) steht eine Lösung aber noch aus. Die Märkte feiern die Entspannung, klare Zeichen dafür, dass der Handelskrieg vorüber ist, gibt es aber nicht.


Eine Übersicht über die einzelnen Regionen finden Sie in dieser PDF-Datei.


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