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Kunststoffe im Fokus – bei Nutzung und Entsorgung muss sich vieles ändern

Maria Elena Drew , Director of Research, Responsible Investing

ZUSAMMENFASSUNG

Die Notwendigkeit, ökologische Aspekte stärker zu berücksichtigen, dürfte bei der Art und Weise, wie wir Kunststoffe nutzen, deutliche Veränderungen herbeiführen. Eine zentrale Rolle werden dabei gesetzliche Vorschriften, aber auch Innovationen, Verbraucherpräferenzen und Entscheidungen von Unternehmen spielen.
 

Ohne Zweifel stellen die massenhafte Nutzung von Kunststoffen und die daraus resultierenden Entsorgungsprobleme ernste Umweltprobleme dar, für die eine Lösung gefunden werden muss. Der Hype in den Medien – man könnte manchmal meinen, wir stünden kurz vor einem völligen Verzicht auf Kunststoffe – weckt jedoch aus unserer Sicht sehr unrealistische Erwartungen und lässt auch die Auswirkungen auf die betroffene Branche in falschem Licht erscheinen. Unsere Analyse der am unmittelbarsten betroffenen Branchen/Sektoren bestätigt diesen Eindruck und fließt in unsere Anlageentscheidungen mit ein.
 

Um definieren zu können, welche Rolle Kunststoffe in einer nachhaltigen Welt spielen sollen, muss das Problem zunächst in vollem Umfang verstanden werden. Neben den ökologischen Folgen sind auch die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu berücksichtigen. In Anbetracht der vielen positiven Eigenschaften, die Kunststoffe zweifellos besitzen, sollte es bei der Nachhaltigkeitsdebatte unseres Erachtens nicht darum gehen, ob wir Kunststoffe nutzen, sondern wie wir das tun. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Frage der Entsorgung.
 

Letztlich werden uns die gewaltigen Mengen an Plastikmüll zu Veränderungen zwingen, und Teile der Kunststoffindustrie werden dadurch einen grundlegenden Wandel erleben. In diesem Beitrag analysieren wir die wichtigsten Bereiche, in denen sich dieser Wandel wahrscheinlich abspielen wird. Es sei allerdings gesagt, dass Veränderungen bei der Nutzung von Kunststoffen nur allmählich erfolgen werden. Schrittmacher werden immer wieder gesetzliche Regelungen, aber auch neue technologische Lösungen sein.

Positive und negative Auswirkungen von Kunststoffen

Seit ihrem Aufkommen zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind Kunststoffe und Kunststoffverpackungen aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken.
 

Die weltweite Nachfrage nach diesen (umgangssprachlich auch „Plastik“ genannten) Materialien ist in den letzten 50 Jahren um das Zwanzigfache gestiegen. Laut Vorhersagen der Internationalen Energieagentur wird der Bedarf bis 2040 noch einmal um 45% steigen. Fast zwei Drittel des Wachstums dürfte auf Asien entfallen.
 

Die allgemeine Begeisterung für Kunststoffe ist verständlich – als billige, leichte und strapazierfähige Materialien haben sie einen vielfältigen praktischen Nutzen. Wir wollen nur einige Beispiele nennen:
 

  • Weniger Nahrungsmittel wandern in den Müll – durch Verlängerung der Haltbarkeitsdauer
  • Fahrzeugemissionen werden gesenkt – durch Autos, die weniger wiegen
  • Energieeffizienz wird erhöht  – durch bessere Wärmedämmung von Gebäuden

 

Bei allen Vorzügen, die Kunststoffe besitzen, verursacht ihre massenhafte Nutzung jedoch ernste Probleme für die Umwelt, und für sie müssen Lösungen gefunden werden. Die meisten Kunststoffprodukte haben eine sehr kurze Lebensspanne (weniger als ein Jahr). Ihr natürlicher Zerfall kann dagegen laut Schätzungen bis zu 450 Jahre dauern. Das führt zu erheblichen ökologischen Belastungen, wenn keine sachgerechte Entsorgung erfolgt.
 

Wir sind vor diesem Hintergrund der Auffassung, dass es bei der Nachhaltigkeitsdebatte darum gehen sollte, wie und nicht ob wir Kunststoffe nutzen. Vor allem aber sollte die Frage der Entsorgung im Vordergrund stehen.

Dimensionen des Problems

Kunststoffe haben zahlreiche ökologische Auswirkungen, die auch für die Gesundheit von Menschen und Tieren von Bedeutung sind.

  • Plastikmüll in den Meeren – Schätzungen zufolge befinden sich bereits über 150 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen, und jährlich kommen 8-10 Millionen Tonnen neu hinzu. Manche Experten halten es für denkbar, dass im Jahr 2050 mehr Kunststoffabfälle im Ozean schwimmen werden als Fische. Plastikmüll schadet der Meeresflora und -fauna auf vielfache Weise:
     

– Meerestiere verletzen sich beim Verschlucken von Kunststoffteilen oder sterben daran
– Natürliche Ökosysteme, von denen die Gesundheit unserer Ozeane abhängt, werden verschmutzt
– Von Meereslebewesen aufgenommene Mikroplastik-Partikel gelangen in die menschliche Nahrungskette

 

  • Plastikmüll an Land – schätzungsweise 25-30% aller Kunststoffabfälle landen außerhalb von Deponien, da sie von dort entweichen oder gar nicht erst dort hingebracht wurden. Beim Zerfall der Plastikpartikel sickern chemische Bestandteile in den Boden, ins Grundwasser und in Gewässer.

  • Lagerung in Deponien, Verbrennung – 40-45% der Kunststoffabfälle werden zu Deponien befördert. Infolge mangelhafter Entsorgungspraktiken gelangen in vielen Ländern chemische Substanzen in Böden und Gewässer. Bei einer ordnungsgemäßen Entsorgung können die ökologischen Auswirkungen begrenzt werden. Die Verbrennung von Plastikmüll hat negative Folgen, da sie mit der Freisetzung von Kohlendioxid in die Atmosphäre verbunden ist. Durch verbesserte Verfahren wie etwa die Hochtemperaturverbrennung kann dieser negative Umwelteffekt jedoch stark reduziert werden; als Nebenprodukt fällt sogar Energie an, die verkauft werden kann.

  • Bisphenol A (BPA) – BPA wird in vielen Kunststoffprodukten des täglichen Gebrauchs verwendet, etwa in Lebensmittelbehältern und Getränkeflaschen. Eindeutige wissenschaftliche Beweise fehlen noch, doch es werden Gesundheitsrisiken für Menschen und Tiere befürchtet. In mehreren Ländern unterliegt die Verwendung von BPA deshalb gesetzlichen Beschränkungen, und die USA haben den Stoff als „endokrinen Disruptor“ klassifiziert.



Abbildung 1: Verwendung und Verbleib von Kunststoffen

Weltweite Nutzung von Kunststoffen nach Branchen und was am Ende damit geschieht
Stand: Januar 2018

 

Quelle: The New Plastics Economy, Ellen MacArthur Foundation (2018). 

Quelle: IEA, The Future of Petrochemicals (2018) (basiert auf „Production, Use and Fate of All Plastics Ever Made“, Geyer, R., J.R. Jambeck und K.L. Law (2017).


Abbildung 2: Die 20 Staaten, aus denen am meisten Kunststoffabfälle in die Meere gelangen

Stand: 28. Februar 2015

Abb. 2 20 Länder mit dem größten Beitrag zur Plastikverschmutzung der Meere

 

Die Daten basieren auf Schätzungen für 2010. pPT = pro Person und Tag, MioT = Millionen metrische Tonnen.

Quelle: Science Magazine, Februar 2015, „Plastic Waste Inputs From Land Into The Ocean“, J.R. Jambeck et al.



Welche Rolle können Kunststoffe in einer nachhaltigen Welt spielen?

Angesichts der Größenordnung der Entsorgungsproblematik erwarten wir in der Kunststoffindustrie tiefgreifende Veränderungen, die sich in vier Punkten zusammenfassen lassen: (1) geringere Nutzung, (2) vermehrtes Recycling, (3) vermehrte Verbrennung (Energiegewinnung aus Abfällen) und (4) Substitution durch Kunststoff-Alternativen und/oder neue biologisch abbaubare Kunststoffe.
 

Beim Bemühen um eine Verringerung der Plastikabfälle stehen heute vor allem Einwegprodukte im Blickpunkt. In den zurückliegenden Jahrzehnten ging es dagegen hauptsächlich darum, den Materialeinsatz zu verringern, indem immer leichtere Kunststoffverpackungen entwickelt wurden. Inzwischen haben sich die Konsumgüterkonzerne alternativen Verpackungslösungen und/oder der Einführung recycelbarer Verpackungen zugewandt.
 

Weltweit werden nur 14% der Kunststoffverpackungen zur Wiederverwertung eingesammelt, und nur 10% werden dann tatsächlich recycelt. Bei bestimmten Verpackungsmaterialien sind die Quoten höher – Beispiele sind etwa Flaschen aus Polyethylenterephthalat (PET) und aus hochverdichtetem Polyethylen (HDPE) sowie Folien aus kommerzieller Anwendung. Auch in einigen Ländern sind die Recycling-Quoten deutlich höher als anderswo, was oft mit Fragen der Wirtschaftlichkeit in einer bestimmten Region zusammenhängt. PET-Getränkeflaschen haben eine höhere Recycling-Quote als jede andere Kunststoffart, doch von Region zu Region gibt es Unterschiede. Laut Schätzungen werden weltweit nur die Hälfte der PET-Flaschen zum Recycling eingesammelt, und nur bei 7% erfolgt dann tatsächlich eine Wiederverwertung zum gleichen Zweck (Flasche-zu-Flasche-Recycling).

Im Fokus: Kunststoffe und die Verpackungsbranche

Im Jahr 2015 hatten Kunststoffe einen Anteil von 25% am globalen Verpackungsvolumen (2000 waren es 17%). Wesentlicher Grund für den Nachfrageanstieg war die wachsende Zahl von Anwendungen, etwa bei Nahrungsmitteln und Getränken, Kosmetik, Haushaltspflege, Unterhaltungselektronik und im Baugewerbe. Die meisten Experten erwarten für die nächsten Jahre ein durchschnittliches Wachstum von etwa 4% p. a. Dabei dürfte der Nahrungsmittel- und Getränkebereich ein etwas höheres Wachstum verzeichnen als andere Kategorien.
 

Mit Sicherheit hat das Wirtschaftswachstum entscheidenden Einfluss darauf, wie sich die Nachfrage nach Kunststoffverpackungen weiter entwickelt. Auf der anderen Seite zeigen Aufsichtsbehörden, Unternehmen und Verbraucher alle ein Interesse daran, die Entsorgungsprobleme in den Griff zu bekommen. Dies gilt besonders bei Anwendungen im Nahrungsmittel- und Getränkebereich. Wir glauben, dass zwei Faktoren maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg von Verpackungsunternehmen entscheiden werden: (1) innovative Produkte und (2) die Fähigkeit, ein Kreislauf-Geschäftsmodell zu entwickeln.
 

In Anhang 1 haben wir einige der regulatorischen Maßnahmen zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen aufgelistet, die bereits umgesetzt wurden oder geplant sind. In Anhang 2 sind dann die Maßnahmen und Pläne einer Reihe von Großkunden der Kunststoffbranche aufgeführt. (Hinweis: Die Listen dienen zur Illustration und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)



Abbildung 3: Branchen, die von einem Wandel bei der Kunststoffnutzung besonders betroffen sind

Abb. 3 Veränderte Kunststoffverwendung – Auswirkungen auf Branchenebene

Quelle: Research von T. Rowe Price.


(Abb. 4) Recyclingquoten schwanken je nach Region und Material erheblich

Kunststoffrecycling bleibt deutlich hinter anderen Materialien zurück
Stand: 31. Dezember 2015

 

Abb. 4 Recyclingquoten schwanken je nach Region und Material erheblich

Quellen: MSCI ESG Research, U.S. EPA, Recycling Today, Ball Corp., International Paper.



Im Fokus: Kunststoffe und der Energie-/Chemiesektor

Petrochemikalien haben einen Anteil von 14% am weltweiten Ölverbrauch (13 Millionen Barrel pro Tag) und von 8% am Erdgasverbrauch (300 Milliarden Kubikmeter). Sie spielen eine wichtige Rolle in der Chemieindustrie, wo sie heute rund 90% der verwendeten Ausgangsstoffe bilden. Vorprodukte von Plastik, Kunstfasern und Gummi sind indessen die leichten Olefine (Ethylen und Propylen) und Aromastoffe (Benzol, Toluol und BTX).
 

Leichte Olefine und Aromastoffe werden zusammen als chemische Wertprodukte oder HVCs (für High-Value Chemicals) bezeichnet. HVCs können technisch auch aus anderen Materialien als Öl und Gas hergestellt werden, etwa aus Biomasse, Wasser, CO2 und anderen Kohlenstoffquellen, doch zurzeit sind Öl und Gas die billigsten und am besten verfügbaren Ausgangsstoffe. In Asien hat sich die Gewinnung von Chemikalien aus Kohle als wettbewerbsfähig erwiesen, und hier ist im kommenden Jahrzehnt noch ein gewisses Wachstum zu erwarten. Global gesehen ist der Anteil jedoch weiterhin gering. (Aus Kohle stammen seit 1970 ca. 1% der Ausgangsmaterialien für Kunststoffe, aus Öl dagegen 74% und aus Erdgas 25%.)
 

Der Anteil der gesamten Kunststoffverpackungsbranche an der petrochemischen Produktion beträgt 36%.1 Für einige Unternehmen hat die HVC-Produktion zur Herstellung von Kunststoffverpackungen sicher eine erhebliche Bedeutung, doch wir sehen für sie nicht automatisch ein extremes Nachhaltigkeitsrisiko. Viele der betroffenen Firmen dürften am Ende zu Anbietern von Lösungen für die Entsorgungsprobleme werden, die mit Verpackungsprodukten verbunden sind.
 

Wir glauben allerdings, dass es Gewinner und Verlierer in dieser Kategorie geben wird, und entschiedenere staatliche Eingriffe könnten zu einem raschen Wandel des Nachfrageverhaltens führen (d. h. innerhalb der nächsten 5 Jahren und nicht erst in 10-20 Jahren). Ein weiterer wichtiger Aspekt besteht darin, dass gerade Unternehmen mit dem höchsten Risiko in der Regel keine besonders enge Bindung an den jeweiligen Endmarkt haben – sie setzen Rohstoffe auf einem globalen Markt ab, mehr nicht. Von daher hat das Management dieser Firmen möglicherweise keine idealen Voraussetzungen, um einen Wandel vorherzusehen.
 

Abbildung 5 verdeutlicht, dass gegenwärtig nur 2% der weltweiten Nachfrage nach Kunststoffverpackungen durch geschlossene Wiederverwertungskreisläufe „verdrängt“ wird. Sollten solche geschlossenen Kreisläufe mehr Nachahmung finden, könnte dies die Umsätze im Petrochemiesektor zwar nur geringfügig, aber dafür kontinuierlich schmälern. Jede recycelte Tonne Polyethylen ersetzt 1,5 Tonnen (oder 11 Barrel) Öl.
 

Ein Nachhaltigkeitsproblem hat die Petrochemie auch mit ihrem Kunstfasersegment, das einen Anteil von rund 15% an der Petrochemieproduktion hat. Laut Untersuchungen der „Circular Fibers Initiative“ und der Ellen MacArthur Foundation sind 63% der Rohmaterialien, die bei der Herstellung von Bekleidung verwendet werden, Kunststoffe (siehe Abbildung 6). Zudem werden in der Bekleidungsindustrie nur 13% der gesamten eingesetzten Materialien recycelt – eine Wiederverwertung erfolgt zum größten Teil in Form weniger hochwertiger Produkte wie Isolierungen und Möbelfüllungen.2

CO2-Effekt von Plastik

Eine Besonderheit der petrochemischen Produktion liegt darin, dass Kohlenwasserstoffe als Vorprodukte verwendet werden – rund die Hälfte des Verbrauchs von Energieträgern in dem Sektor dient zu diesem Zweck und nicht zur Verbrennung. Zwei der bedeutendsten Ausgangsstoffe sind Naphtha und Ethan. Naphtha wird hauptsächlich aus Rohöl gewonnen, während Ethan häufiger in Erdgas und Erdgaskondensaten vorkommt. Ethylen wird größtenteils in einem als „Steam Cracking“ bezeichneten Verfahren hergestellt. Es handelt sich um einen thermischen Prozess, bei dem Kohlenwasserstoffe in kleinere Moleküle „aufgebrochen“ werden, die dann zur Produktion nützlicherer (und wertvollerer) chemischer Stoffe verwendet werden.
 

Bei genauerer Betrachtung der Emissionen, die durch den Produktionsprozess entstehen, zeigt sich, dass Ethan-“Cracker“ wesentlich effizienter sind: Pro Tonne hergestellten Ethylens werden 1-1,2 Tonnen CO2 freigesetzt, während es bei Naphtha-“Crackern“ 1,8–2,0 Tonnen CO2 sind.

Bio-Kunststoffe

Die Herstellung von Kunststoffen auf Pflanzenbasis ist zurzeit noch nicht wirtschaftlich. Allerdings wird über das Thema viel geforscht, und Pilotprojekte wurden bereits gestartet. Die Vorteile von Bio-Kunststoffen liegen darin, dass zu ihrer Produktion keine fossilen Brennstoffe benötigt werden und dass ihr Zerfall nicht so lange dauert wie bei herkömmlichen Kunststoffen. Doch selbst wenn die Kosten stimmen würden, müssten vor einer Einführung mehrere negative Aspekte bedacht werden. Erstens wäre beim Recycling von Bio-Kunststoffen eine Trennung von herkömmlichen Kunststoffen erforderlich. Zweitens sind Bio-Kunststoffe nicht so robust wie Kunststoffe, die auf Basis fossiler Energieträger hergestellt werden. Und drittens würde man gewaltige Mengen an pflanzlichem Ausgangsmaterial benötigen. Um nur 3% des globalen Kunststoffmarkts zu ersetzen, bräuchte man 5% der weltweiten Maisproduktion.3



Abbildung 5: Globale Materialflüsse bei Kunststoffverpackungen
Stand: 31. Januar 2018

Quelle: The New Plastics Economy: Rethinking the Future of Plastics, Ellen MacArthur Foundation (2018). Analyse auf Basis von Daten für 2013.



Abbildung 6: Globale Materialflüsse bei Bekleidung

Stand: 31. Januar 2017

Quelle: A New Textiles Economy: Redesigning Fashion’s Future, Ellen MacArthur Foundation (2017). Analyse auf Basis von Daten für 2013.




Abbildung 7: Kunststoff-Faktoren, die wir bei unserem Research berücksichtigen

Hauseigene RIIM-Analysen zur Bewertung von Unternehmen nach ihrem ökologischen Umgang mit Kunststoffen

 

Ökologischer Umgang mit Kunststoffen wird im Responsible Investing Indicator Model (RIIM) von T. Rowe Price berücksichtigt

Unser hauseigenes RII-Modell berücksichtigt ein breites Spektrum von Kunststoff-Faktoren, bezogen auf diverse Subbranchen. Sie dienen uns dazu, Unternehmen nach ihrem ökologischen Umgang mit Kunststoffen zu beurteilen und einzustufen. Ein Beispiel für den Modell-Output ist oben wiedergegeben (Abbildung 7). Wir weisen darauf hin, dass es sich nicht um eine vollständige Liste von Faktoren handelt.

Fazit

Die massenhafte Nutzung von Kunststoffen und die Entsorgungsprobleme, die als negative Konsequenz daraus entstehen, stellen die Umwelt vor ernste Probleme, für die Lösungen gefunden werden müssen. Der negative Hype in den Medien – man könnte ja meinen, wir stünden kurz vor einem völligen Verzicht auf Kunststoffe – weckt jedoch aus unserer Sicht sehr unrealistische Erwartungen, auch hinsichtlich der Auswirkungen auf die betroffene Branche.
 

Wenn wir sagen sollten, welche Branchen von einem Trend zu mehr Nachhaltigkeit in welcher Weise betroffen sein könnten, fiele die Kunststoffbranche nicht in die Kategorie mit dem höchsten wirtschaftlichen Risiko. Das liegt daran, dass preiswerte Alternativen nicht ohne Weiteres verfügbar sind und dass viele der betroffenen Unternehmen zu Anbietern von Lösungen für die Entsorgungsprobleme werden dürften, die mit Verpackungsprodukten heute noch verbunden sind.

 

1 The Future of Petrochemicals, OECD/IEA, 31. Dezember 2018.

2A New Textiles Economy: Redesigning Fashion’s Future, Ellen MacArthur Foundation (31. Januar 2017).

3 Plastic Pollution FAQs, HSBC Research (15. November 2018).



Anhang 1: Staatliche Regulierung bei Kunststoffverpackungen
Stand: 31. Dezember 2018

Anhang 1 Staatliche Regulierung von Kunststoffverpackungen

Quelle: Analysen von T.Rowe Price.



Anhang 2: Maßnahmen und Pläne von Unternehmen in Bezug auf Kunststoffverpackungen

Stand: 31. Dezember 2018

Anhang 2 Selbstverpflichtung von Unternehmen in Bezug auf Kunststoffverpackungen

Quelle: Analysen von T.Rowe Price.


201905‑847091

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