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Tagebuch Asien – Mai 2015

Aktien aus Asien ohne Japan fielen im Mai um 2,6 %. Sie schnitten damit besser ab als der breitere Schwellenmarktindex, der um 4 % nachgab. Allerdings blieben sie hinter vielen Aktienmärkten der Industrieländer zurück. Nachdem sich Indien und Indonesien im April innerhalb der Region am schlechtesten entwickelten, beendeten sie als einzige Märkte mit einem Anstieg von jeweils 2,8 % den Mai im Plus. Ein möglicher Grund hierfür waren die schwächeren Wirtschaftsdaten aus den USA, die den Beginn der US-amerikanischen Zinssatzerhöhungen verschieben könnten. Malaysia war aufgrund anhaltender politischer Unruhe und schwacher Unternehmensgewinne der schwächste Markt (-6,4 %). In China verlor der Offshoremarkt 3,7 %, derweil Onshore-A-Aktien um 4,9 % zulegten. Das Land bleibt weiterhin im Mittelpunkt der Nachrichten aus der Region, während Anleger versuchen, schwächere Wirtschaftsdaten mit staatlichen Bemühungen zur Stabilisierung des Wachstums und Impulsen für den Aktienmarkt auszugleichen. Eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte durch die chinesische Zentralbank konnte Anleger nicht ausreichend überzeugen.

 

In diesem Monat war unser Energieanalyst in Taiwan und Korea, um eine Reihe von Chemieunternehmen zu besuchen. Ziel der Reise war es, eine weitere Due-Dilligence-Prüfung für eine von uns gut beurteilte Aktie aus diesem Spektrum durchzuführen und einige Mitbewerber zu treffen. Das auf dieser Reise gesammelte Material wies darauf hin, dass Chemieunternehmen in der Region aufgrund des niedrigeren Ölpreises in nächster Zeit weiterhin steigende Margen verzeichnen werden, was sich als positiv für die von uns beobachtete Aktie erweisen dürfte. Angesichts des stark zyklischen Charakters der Branche sollten wir hinsichtlich der Aussichten zum Ende des Jahres hin vorsichtig sein.

 

Der gleiche Analyst war im letzten Monat ebenfalls in Indonesien, um dort Zementunternehmen, Industrieberater, Distributoren und die örtliche Industrie- und Handelskammer zu besuchen. Diese Begegnungen riefen bei ihm Bedenken hinsichtlich des Überangebots in diesem Markt in den nächsten Jahren hervor, insbesondere da die Nachfrage in letzter Zeit zurückgegangen ist. Bei der Handelskammer berichtete man ihm, dass die Gesamtkapazität innerhalb der Branche in den nächsten 3 Jahren um 50 % steigen würde. Um die Unterauslastung zu beheben, müsste sich die Wohnimmobilien- und Infrastrukturnachfrage dramatisch verbessern. Positiv war jedoch der Besuch des örtlichen Betriebs einer chinesischen Zementfirma mit Kaufempfehlung. Das Unternehmen baut seine Kapazität auf Kalimantan aus, einer der größten, allerdings wenig entwickelten Inseln Indonesiens. Das Unternehmen hofft, den örtlichen Markt auf dieser Insel dominieren zu können. Der Analyst war von der effizienten Betriebsführung beeindruckt, was ihn in seiner Zuversicht bestärkt hat, dass die Pläne des Unternehmens, in andere Teile Asiens (Myanmar, ASEAN) zu expandieren, durchaus realistisch sind. Auf der folgenden Abbildung ist er im Kalklagerbereich des Werks auf Kalimantan zu sehen.

 

 

Eric Moffett, Portfoliomanager unseres Asia Opportunities Equity Fund, nahm zusammen mit unseren in Baltimore tätigen Analysten an der Analystenveranstaltung von YUM! Brands in China und Indien teil. China repräsentiert 40 % des EBIT von YUM, vor allem dank KFC, und ist in den vergangenen Jahren der wichtigste Treiber des Aktienkurses gewesen. Indien wiederum verzeichnet zur Zeit Verluste, doch das Unternehmen bleibt dennoch begeistert von den dortigen langfristigen Chancen. In den vergangenen Jahren hat KFC durch Skandale im Zusammenhang mit der Lebensmittelqualität und durch eine rasant ansteigende Konkurrenz unter Restaurantketten gelitten. Die Reise half dem Team dabei zu erkennen, dass sich bei YUM! China eine Erholung abzeichnet, während gleichzeitig hervorgehoben wurde, dass die Phase hohen Wachstums, die das Unternehmen zur Mitte des vergangenen Jahrzehnts erlebte, abgeschwächt ist und sich vermutlich nicht wiederholen wird.

 

Eric Moffett ergriff außerdem die Gelegenheit, eine Reihe anderer Konsumgüter- und Industrieunternehmen in China zu besuchen. Um zu beweisen, dass eine Geschäftsreise nicht unbedingt von Luxus geprägt ist, gehörten zu seiner Due-Diligence-Prüfung auch Übernachtungen in einer durch unser Team bewerteten Budgethotelkette. In Shanghai zahlte er gerade einmal zwischen 30 und 50 US-Dollar und war im Allgemeinen von den Standorten, der Sauberkeit und dem Personal beeindruckt, auch wenn in jedem seiner Zimmer immer irgendetwas kaputt war – doch das ist nur ein Grund, das Gespräch mit dem Unternehmensmanagement bei nächster Gelegenheit fortzusetzen.

2015-GL-2034

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