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Dezember 2021 / MARKET OUTLOOK

Globale Asset-Allokation: Einblicke für Dezember

Lesen Sie, was an den globalen Märkten heute wichtig ist

Marktausblick

  • Das globale Wachstum und die Inflation werden sich voraussichtlich verlangsamen, dürften jedoch weiterhin über dem Trend liegen. Neue Risiken durch Coronavirus-Varianten sowie anhaltende Lieferkettenprobleme und Energieengpässe könnten das Wachstum belasten und gleichzeitig die Inflation steigen lassen.
  • Die globale Geldpolitik dürfte weiter auf eine Straffung zusteuern, wobei die US-Notenbank (Fed) eine restriktivere Haltung zeigt, während die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan an ihrer bisherigen Politik festhalten. Verschiedene Schwellenländer heben die Zinsen weiter an, um auf die höhere Inflation zu reagieren und ihre Währungen zu schützen.
  • Die kurzfristigen Zinsen dürften angesichts der Straffung der Geldpolitik weltweit weiter steigen, während die langfristigen Zinsen auf den anhaltenden Inflationsdruck und die erneute Besorgnis über die Wachstumsentwicklung und politische Fehlentscheidungen reagieren.
  • Zu den Hauptrisiken für die globalen Märkte zählen neue Virusvarianten, die anhaltende Inflation, Lieferkettenstörungen und Energieengpässe, Fehlentscheidungen der Zentralbanken, eine Wachstumsverlangsamung in China sowie zunehmende geopolitische Spannungen.

Portfoliopositionierung

Stand: 30. November 2021

  • Wir behalten unsere moderate Untergewichtung von Aktien gegenüber Anleihen und Barmitteln bei, da Aktien ein weniger attraktives Risiko-Rendite-Profil aufweisen. Dabei wägen wir die hohen Bewertungen am Aktienmarkt gegen das ansehnliche, aber nachlassende Wachstum und die potenziell anhaltende Inflation ab. Höhere Zinsen, steigende Faktorkosten aufgrund von Lieferengpässen und die Reduzierung der geld- und fiskalpolitischen Stützung könnten die kurzfristigen Gewinnaussichten eintrüben.
  • Bei Aktien bevorzugen wir nach wie vor zyklische Titel und halten übergewichtete Engagements in globalen Substanzwerten, US-Small-Caps und Schwellenländeraktien. Diese Marktsegmente sind angemessener bewertet und dürften von einer anhaltenden Konjunkturerholung profitieren.
  • Einen Teil unseres Engagements in US-Substanzwerten haben wir in Wachstumsaktien umgeschichtet, da wir in diesem Bereich mehr Unternehmen finden, die sich in einem Umfeld mit moderatem Wachstum gut entwickeln könnten. Dadurch haben wir die Konjunkturabhängigkeit unserer Positionierung leicht reduziert.
  • Im Anleihebereich geben wir weiterhin Sektoren mit kürzerer Duration und höherer Rendite den Vorzug und sind daher in Hochzins- und Schwellenländeranleihen übergewichtet, weil wir die Aussichten für die Kreditmärkte positiv beurteilen.
  • Die teilweise Absicherung des US-Dollar haben wir in diesem Monat beendet. Der Euro könnte abwerten, da die Pandemie in Europa zu neuen Restriktionen führt, die Europäische Zentralbank im Vergleich zur US-Notenbank eine expansivere Haltung zeigt und sich das Wachstum in Europa schneller abschwächen könnte als in den USA.

Marktthemen

Weder zu stark noch zu schwach

Gegenüber den Tiefstständen vom März 2020 haben die Aktienmärkte insgesamt um fast 80% zugelegt. Die Rolle der Performancespitzenreiter wechselte dabei von teuren, defensiven Wachstumstiteln zu günstigeren zyklischen Aktien – und zurück. Ausschlaggebend für diese Achterbahnfahrt war das Spannungsfeld zwischen guten und schlechten Corona-Nachrichten, die Angst vor Regulierungsmaßnahmen in China und die Besorgnis über den Abbau der Wertpapierkäufe der US-Notenbank. Für das Jahr 2022 wird erwartet, dass sich das Wirtschaftswachstum abschwächt (aber weiterhin über dem Potenzialwachstum liegt) und der Inflationsdruck nachlässt. Wachstumsaktien mit angemessener Bewertung könnten am Markt gefragt sein, denn das Wachstum ist nicht stark genug, um besonders niedrig bewertete zyklische Aktien zu beflügeln, aber auch nicht so gering, dass die defensiven Eigenschaften der teuersten Wachstumsunternehmen benötigt werden. Erstklassige, angemessen bewertete Unternehmen im „Kernbereich“ des Marktes erscheinen attraktiver. Dies gilt umso mehr, wenn sie Dividenden zahlen, da die Renditeerwartungen gegenüber den annualisierten Renditen von mehr als 15%, die in den letzten zehn Jahren verzeichnet wurden, deutlich gesunken sind.

Fed verliert die Geduld

Die US-Notenbank sieht sich mit dem Risiko konfrontiert, dass die Inflation weniger rasch nachlässt als erhofft. Daher dürfte sie bei ihrer Sitzung Ende des Monats beschließen, die Drosselung ihrer Wertpapierkäufe zu beschleunigen. Angesichts des höchsten Inflationsniveaus der letzten 30 Jahre, des zunehmend angespannten Arbeitsmarkts und der hohen Konsumausgaben erscheint eine restriktivere Geldpolitik gerechtfertigt. Fed-Präsident Jerome Powell und andere Mitglieder des Offenmarktausschusses sprechen zunehmend von einem beschleunigten Abbau der Unterstützungsmaßnahmen und räumen dabei ein, dass die hohe Inflation länger anhalten könnte als ursprünglich erwartet. Bei einer früheren Beendigung der Wertpapierkäufe hätte die Fed mehr Spielraum, Zinserhöhungen vorzuziehen, wenngleich Powell die Investoren dazu anhielt, die beiden Maßnahmen nicht in Verbindung zu bringen. Während die Fed angesichts der anhaltenden Inflation nun scheinbar doch die Geduld verliert, ist die neue Coronavirus-Variante Omikron die große Unbekannte, die das Wachstum belasten, die sich abzeichnende Verbesserung der Lieferketten bremsen und die Inflationssorgen verstärken könnte. Ihre geldpolitische Unterstützung mit einem angemessenen Tempo abzubauen, ohne das Wirtschaftswachstum zu gefährden, war für die US-Notenbank bisher schon eine Herausforderung. Jetzt ist die Situation noch etwas schwieriger geworden.

 

Eine Übersicht über die einzelnen Regionen finden Sie im vollständigen Bericht (als PDF auf Englisch).

 

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