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Mai 2020 / INVESTMENT INSIGHTS

Globale Asset-Allokation: Einblicke für Mai

Informieren Sie sich über die aktuellen Themen an den globalen Märkten und die Aussichten für die wichtigsten Regionen der Welt


MARKTEINBLICKE

Stand: 30. April 2020
 

Preisfeststellung

Im aktuellen Umfeld ist es extrem schwierig, den Aktienmarkt mit einem Preisschild zu versehen. Das Tempo, mit dem der Markt nachgegeben und sich anschließend wieder erholt hat, ist beispiellos. Zum Teil wirken die Tagesbewegungen der Aktienkurse eher wie die Renditen für ein ganzes Jahr. Ähnlich wie das „K“ im Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist auch das „G“ kaum mit Bestimmtheit festzulegen. Denn der Versuch, die Gewinne zu schätzen, wird dadurch erschwert, dass die Dauer des weltweiten Shutdown und die Lage nach der Krise in hohem Maße ungewiss sind. Die für das 1. Quartal gemeldeten Gewinne bringen nun immerhin etwas Licht ins Dunkel. Ganz allgemein ist ein steiler Rückgang zu beobachten, da die Gewinne im S&P 500 um fast 15% gesunken sind. In diesem Umfeld gibt es Gewinner und Verlierer. Die Sektoren Technologie und Kommunikation zeigen sich robust, andere zyklischere Sektoren wie Energie und Industrie mussten dagegen harte Treffer einstecken. Verglichen mit früheren Krisen ist die jetzige nicht normal, und auch das Erholungstempo wird möglicherweise nicht normal sein. Einen Unterschied könnte jedoch bei den Gewinnern und Verlierern bestehen. Daher ist es heute wichtiger denn je, darauf zu achten, wieviel man bei Unternehmen, die wohl mit einer unnormalen Welt konfrontiert dürften, für „normalisierte“ Gewinne zahlt.
 

US-Notenbank beseitigt Liquiditätsrisiken und Solvabilitätsprobleme

Zentralbanken in aller Welt haben geldpolitische Maßnahmen in beispiellosem Umfang ergriffen, um dem Wachstumseinbruch zu begegnen und weit verbreitete Liquiditätsengpässe zu lindern. In den USA hat die US-Notenbank (Fed) mehrere Kredit- und Wertpapierkaufprogramme aufgelegt, die bei Commercial Paper, US-Treasuries, Unternehmens- und Kommunalanleihen, hypothekenbesicherten Wertpapieren (ABS) sowie am Geldmarkt für die so dringend nötige Stabilität gesorgt haben. Die unmittelbarste Unterstützung wird über das Main Street Lending Program bereitgestellt, bei dem die Fed über das eigene Bankennetz direkt Kredite an kleine und mittelständische Unternehmen vergibt, die zu groß sind, um Leistungen aus dem Paycheck Protection Program (PPP) des US-Finanzministeriums in Anspruch zu nehmen. Diese Kredite müssen jedoch zurückgezahlt werden, während die PPP-Kredite in Zuschüsse umgewandelt werden, wenn sie unmittelbar zur Finanzierung der Löhne und Gehälter von Mitarbeitern verwendet werden. Mit diesen Maßnahmen stellt die Fed zwar die dringend benötigte Liquidität bereit, doch letztlich müssen diese Unternehmen aus eigener Kraft überleben können. Da viele Branchen nach der Krise vor einer unsicheren Zukunft stehen, dürften die Märkte ihr Hauptaugenmerk auf das Solvabilitätsrisiko legen; immerhin könnten einige Unternehmen unter Umständen nicht in der Lage sein, ihren Schuldverpflichtungen nachzukommen.
 

Blick über den Tellerrand

Die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in aller Welt für das 1. Quartal sind so stark geschrumpft wie seit 2008 nicht mehr. Das US-BIP ist im Vergleich zum Vorquartal um 1,2% gesunken (annualisiert 4,8%), das der Eurozone um 3,3% gegenüber dem Vorquartal. Gründe für diese starken Rückgänge waren die umfassenden Lockdown-Maßnahmen in aller Welt. Diese dämpften den bis dahin robusten Konsum und trafen Dienstleistungsbranchen wie den Unterhaltungssektor, das Gesundheitswesen und den Lebensmittelsektor hart. So schlecht diese Erstquartalszahlen auch waren – darin berücksichtigt waren gerade einmal zwei Wochen Ende März, in denen das Wirtschaftsleben stillstand. Das heißt, die Zahlen für das nächste Quartal werden noch viel schlechter ausfallen, weil die Lockdowns wochenlang (den ganzen April und einige Wochen im Mai) die Wirtschaft zum Erliegen brachten. Trotz alarmierender Zahlen zum Wirtschaftswachstum, zur Arbeitslosigkeit und zur Industrieproduktion taten die globalen Aktienmärkte die Schwäche als kurzzeitige Erscheinung ab – in der Hoffnung, dass die Erholung nicht lange auf sich warten lassen würde, sobald die Wirtschaftstätigkeit wieder hochgefahren wird. Bei einem Gesamt-BIP für das 2. Quartal, das in den USA ohne Weiteres 40% niedriger ausfallen könnte, muss sich zeigen, ob die Märkte weiterhin über die negativen Daten hinwegsehen oder nicht doch allmählich anders darauf reagieren.
 

Eine Übersicht über die einzelnen Regionen finden Sie, in dieser PDF-Datei.

 

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