Update zum europäischen Hochzinsmarkt – Januar 2016

Februar 2016
Stephen Marsh , Fixed Income Portfolio Specialist

 

Wie hat sich die jüngste Marktvolatilität auf den Hochzinssektor ausgewirkt?

Der Januar war von einer starken Volatilität geprägt. Zu Beginn des Monats ging die Volatilität von China aus, später konzentrierte sich der Markt mehr auf die Rohstoffe und Öl. Alle beschäftigt derzeit diese Fixierung auf den Ölpreis und die Frage, wie er sich künftig entwickeln wird.

 

Wir glauben nicht, dass sich der Ölpreis allzu schnell erholen wird. Stattdessen nehmen wir an, dass die starke Volatilität hier anhalten und weiterhin im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen wird. Nicht außer Acht gelassen werden sollten jedoch die Herabstufungen innerhalb des Hochzinssegments. Dieser Anlagebereich konzentriert sich stärker auf die USA, da der Anteil an Energie-, Metall- und Bergbautiteln hier im Vergleich zu Europa deutlich höher ist.

 

Zudem erwarten wir, dass sich der Anteil an Energie-, Metall- und Bergbauunternehmen noch erhöhen wird, denn weitaus mehr „gefallene Engel“ werden Teil des Index werden.

 

Wie hat sich die Strategie im Januar entwickelt?

Wir sind mit der Entwicklung der Strategie gegenüber der Benchmark im Januar sowie im letzten Jahr sehr zufrieden. Wir konnten eine leichte Outperformance gegenüber dem Index erzielen, die, wie Sie sich vorstellen können, vom Energiesektor ausging: Hier sind wir untergewichtet, halten keine Titel in Gazprom und Petrobras.

 

Zudem sind wir im Bankensektor untergewichtet und hier hat Italien für viel Volatilität gesorgt.

 

Positiv ausgewirkt hat sich unsere Übergewichtung des Glücksspielsektors und einzelner Titel innerhalb des Sektors. Sie haben deutlich zur Wertentwicklung beigetragen.

 

Können Sie die jüngsten Emissionen und Mittelflüsse erläutern?

Die Emissionstätigkeit im Januar war wirklich außergewöhnlich, denn es gab nur eine Emission, und zwar von Telecom Italia. Und dabei handelt es sich eher um ein Cross-Over-Unternehmen als um einen reinen Hochzinstitel.

 

Viele Unternehmen haben also angesichts der Marktvolatilität ihre Emissionen ausgesetzt und wir rechnen damit, dass diese im Februar auf den Markt kommen. Bisher gab es in diesem Monat bereits drei Neuemissionen. Es wird interessant sein, zu beobachten, wie die zunehmenden Neuemissionen wieder für Liquidität sorgen werden.

 

In Bezug auf die Mittelflüsse gab es also insgesamt starke Abflüsse aus dem Hochzinssegment, vor allem aus dem ETF-Markt. Innerhalb unserer Strategie wurden aber Mittelzuflüsse verzeichnet. Das hat unseren Portfoliomanagern sehr dabei geholfen, Kapital zu investieren und die attraktivsten Bewertungen gegenüber den Marktflüssen zu identifizieren.

 

Nach welchem Ansatz gehen Sie im aktuellen Marktumfeld vor?

In diesem volatilen Umfeld sind meiner Meinung nach die Fundamentaldaten wichtig. Die Fundamentaldaten dürften nicht in den Hintergrund geraten. Schließlich handelt es sich um einen Markt für Unternehmensanleihen – einen illiquiden und ineffizienten Markt. Das heißt, man muss umfassende Due-Diligence-Prüfungen vornehmen, die Geschäftsleitungen treffen und ihre Entwicklungsstrategie für das Unternehmen nachvollziehen. Über die kurzfristige Volatilität hinaus, sind es diese Fundamentaldaten, die langfristig entscheidend sein werden. Daher sollten wir sie weiter im Blick behalten.

 

2016-GL-3387

 

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