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Oktober 2020 / INVESTMENT INSIGHTS

Globale Assetallokation: Einblicke für Oktober

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MARKTEINBLICKE

Stand: 30. September 2020

Steigende Verluste

Die Arbeitslosenquoten sind weiter auf dem Rückzug. Wir stellen allmählich aber eine alarmierende Zunahme der dauerhaften Arbeitsplatzverluste fest, mittlerweile auch außerhalb der Dienstleistungssektoren. Anfangs war die Hoffnung groß, dass die Auswirkungen des Coronavirus nur von kurzer Dauer sein würden, doch die Realität ist eine andere. Unternehmen, die aufgrund ihres Geschäftsmodells besonders empfindlich auf Veränderungen des Verbraucherverhaltens reagieren, bauen nun nach und nach Personal ab. Da weitere Unterstützung seitens der Fiskalpolitik bis 2021 auf sich warten lassen könnte, droht den stark betroffenen Teilen der Wirtschaft nun ein irreparabler Schaden. Bislang jedoch bewegen sich die Verbraucherausgaben noch auf gesunden Niveaus, und die Zahl der Konkurse steigt zwar, ist aber immer noch relativ gering – vorläufig jedenfalls. Die Anzeichen für Fortschritte bei der Entwicklung von Impfstoffen sind vielversprechend, allerdings könnte es noch viele weitere Monate dauern, bis so ein Impfstoff allgemein verfügbar wird. Anfällige Teile der Wirtschaft geraten dadurch weiter unter Druck. Ohne zusätzliche Konjunkturpakete, die die Lücke füllen, könnte sich der Arbeitsplatzabbau vor allem in den Dienstleistungssektoren beschleunigen, weitere Teile der Wirtschaft erfassen und die noch junge Erholung abwürgen.

Wellen der Unsicherheit

Nachdem Europa die erste Welle von Coronavirus-Infektionen überstanden hat, droht nun eine zweite Welle, die neue Beschränkungen in Bereichen nötig machen könnte, die sich nach der Wiedereröffnung der Wirtschaft gerade erst ein wenig erholt hatten. Großbritannien trifft diese zweite Welle besonders hart. Die Fallzahlen sind höher als im vergangenen Mai, was die Diskussion um einen neuen landesweiten Lockdown anheizt. Die Herausforderung, diese zweite Welle einzudämmen, fällt noch dazu in eine Zeit, in der die Spannungen rund um den Brexit neue Hochstände erreichen – was die Aussichten für die Region noch weiter belastet. Offiziell ist Großbritannien zwar im letzten Jahr aus der Europäischen Union (EU) ausgetreten, doch seitdem ist es den beiden Seiten nicht gelungen, in wichtigen noch offenen handels- und sicherheitspolitischen Fragen, insbesondere in Bezug auf Grenzkontrollen zwischen Irland und Großbritannien, eine Einigung zu erzielen. Die EU ist Großbritanniens größter Handelspartner. Sollte bis zum Jahresende kein Abkommen geschlossen werden, könnten Im- und Exporte im Wert von einigen Billionen Euro pro Jahr wegbrechen. Während der Rest der Welt auf Erholungskurs ist, droht Europa zurückzufallen, falls keine Lösung für diese Probleme gefunden wird.

Ein denkwürdiger November?

Die US-Präsidentschaftswahl rückt näher und ist keineswegs entschieden, der Streit über die Briefwahl wird heftiger, es drohen langwierige rechtliche Auseinandersetzungen und kürzlich wurde der US-Präsident positiv auf das Coronavirus getestet. Dies alles ist für die Märkte Grund genug, eine erwartete höhere Volatilität einzupreisen, die bis weit nach dem Wahltag andauern könnte. Mancher glaubt, dass das möglicherweise drohende politische Chaos und eine länger währende Unsicherheit für die Märkte ein größeres Risiko darstellen könnten als die eigentliche Wahl – gleichgültig, wer sie gewinnt. Diese Ängste äußern sich deutlich in den steigenden Kosten für Absicherungen gegen Volatilität für die Zeit nach der Wahl, nämlich in den VIX-Futures mit Laufzeit bis November und Dezember. Nach der Wahl im Jahr 2000 bestand mehr als eineinhalb Monate erhebliche Unsicherheit. Darauf reagierten die Märkte mit einem Minus von über 4% für den S&P 500, einem Rückgang der Renditen 10-jähriger US-Treasuries um mehr als 50 Basispunkte und einem steilen Anstieg der Goldpreise um über 12%. Wenn die Kräfteverhältnisse diesmal länger ungeklärt bleiben, könnten die Auswirkungen auf die Märkte in Anbetracht der hohen Bewertungen, der noch immer zaghaften Konjunkturerholung und der Unsicherheit rund um das Coronavirus noch negativer sein.

Einen Überblick über die Entwicklungen in den einzelnen Regionen finden Sie hier.

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