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September 2020 / INVESTMENT INSIGHTS

Globale Assetallokation: Einblicke für September

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MARKTEINBLICKE

Stand: 31. August 2020

Überzogene Erwartungen?

Die US-Inflation liegt mittlerweile seit über zehn Jahren unter der Zielvorgabe. Anleger spekulieren, dass sie nun endlich steigen könnte, weil umfangreiche geldpolitische Impulse mit fiskalischen Anreizen zusammenfallen, die der Wirtschaft helfen sollen, sich von der Rezession zu erholen, die durch das Coronavirus verursacht wurde. Historisch betrachtet besteht eine deutliche Korrelation zwischen Inflation und Geldmenge, da bei einer höheren Geldmenge mehr Geld für weniger Waren zur Verfügung steht, was letzten Endes zu steigenden Preisen führt. Doch trotz massiver Impulse im Anschluss an die globale Finanzkrise blieb die Inflation der Konsumentenpreise in den letzten zehn Jahren niedrig; gestiegen sind nur die Vermögenspreise. Eine höhere Inflation könnte zyklischen Unternehmen den lang erwarteten Schub verleihen – auf Kosten der hoch bewerteten Wachstumsaktien, insbesondere der Überflieger aus dem Technologiesektor, die zu den Spitzenreitern am Aktienmarkt zählen. Der jüngst publizierte Politikwechsel der US-Notenbank, die künftig auf eine „durchschnittliche“ Inflation von 2% setzt, deutet darauf hin, dass die Zinsen länger niedrig bleiben und eine Inflation über dem 2%-Ziel geduldet wird. Könnte ein Comeback der Inflation der nötige Auslöser für eine nachhaltige Rotation aus Wachstums- in Substanzwerte sein?
 

Eine Billion hier, eine Billion da

Die Gespräche zwischen den Demokraten im US-Kongress und der Regierung Trump über weitere staatliche Hilfen für die US-Arbeitnehmer nach dem Ende der bisherigen Maßnahmen Ende Juli stecken weiter in der Sackgasse. Die Konsumausgaben erhielten in den letzten Monaten von den im März beschlossenen Hilfen in Höhe von fast 2,8 Bio. US-Dollar Auftrieb. Sie könnten aber deutlich sinken, wenn sich die beiden Seiten nicht bald auf zusätzliche Unterstützung einigen. Da beide Lager diesbezüglich kaum Fortschritte erzielt hatten, unterzeichnete der US-Präsident Anfang August einige Verfügungen, um die Aufstockung der Arbeitslosenhilfe zu verlängern und Zwangsräumungen auszusetzen. Beide Seiten trennt noch rund eine Billion US-Dollar, die Hilfen für die Verwaltungen auf bundesstaatlicher und lokaler Ebene sind nach wie vor der größte Knackpunkt. Wenn nicht schnell gehandelt wird, werden die Folgen für die Wirtschaft mit Sicherheit sehr negativ sein. Weitere Konjunkturpakete könnten die US-Staatsverschuldung im nächsten Jahr auf 30 Bio. US-Dollar steigen lassen und die US-Staatsschuldenquote (Verhältnis Staatsschulden / Bruttoinlandsprodukt) in Höhen wie während des 2. Weltkriegs katapultieren. Zusätzliche Impulse dürften zwar zweifellos notwendig sein, damit die Wirtschaft die aktuelle Krise übersteht, jedoch können die Amerikaner nur hoffen, dass die Regierung mit ihren Ausgaben in Billionenhöhe auch die gewünschte Wirkung erzielt.
 

Wohnen und Heimwerken

Viele Unternehmen und private Haushalte haben mit der Coronavirus-Pandemie und ihren Folgen schwer zu kämpfen. Doch ein Sektor der Wirtschaft sorgt – etwas überraschend – für einen Lichtblick: der US-Wohnimmobilienmarkt. Die demografischen Trends, die extrem tiefen Zinsen, das knappe Angebot, Möglichkeiten zum Arbeiten im Homeoffice und die Abwanderung aus den Städten ins Umland treiben die Nachfrage nach altem und neuem Wohneigentum an. Die Folgen: Wettbieten und steigende Hauspreise. Ein starker Wohnimmobilienmarkt könnte die Wirtschaft anschieben, denn von Hauskäufen profitieren oft auch andere Sektoren, weil Kredite aufgenommen, Möbel und Geräte angeschafft und Häuser renoviert werden. Der Aktienmarkt hat die Nachricht positiv aufgenommen, und der Home Builders Index ist seit den Tiefstständen vom März um 120% gestiegen. Die Ironie dabei: Während der Wohnimmobilienmarkt im Aufwind ist, stecken wir mitten in der tiefsten Rezession in der Geschichte der USA, und die Arbeitslosigkeit ist noch immer hoch. Könnte das Coronavirus daran, wie Wohneigentum künftig betrachtet wird, strukturell etwas geändert haben?

Einen Überblick über die Entwicklungen in den einzelnen Regionen finden Sie hier.

 

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