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April 2020 / INVESTMENT INSIGHTS

Globale Asset-Allokation: Einschätzung aus Großbritannien: Einblicke für April

Informieren Sie sich über die aktuellen Themen an den globalen Märkten und die Aussichten für die wichtigsten Regionen der Welt


MARKTEINBLICKE

Stand: 31. März 2020
 

Den Schock abfedern

Im Kampf gegen die drohenden Belastungen durch die Coronavirus-Pandemie folgte auf die Maßnahmen der großen Zentralbanken schon bald die Zusage höherer Staatsausgaben. Die G20-Länder sicherten ein breites Spektrum an Konjunkturmaßnahmen im Volumen von mehr als 5 Bio. USD zu, um den Folgen der Krise zu begegnen. Die USA haben ein Konjunkturpaket im Rekordumfang von 2 Bio. USD – fast 10% des Bruttoinlandsprodukts – verabschiedet, das neben direkten Hilfszahlungen an Familien auch Kredite und Garantien für betroffene Sektoren und Unternehmen wie Fluggesellschaften, Hotels und Krankenhäuser umfasst. Andere wichtige Länder folgten diesem Beispiel mit ähnlichen Schritten, die Arbeitnehmer und Unternehmen jeder Größe umfassend unterstützen sollen. Die Maßnahmen wurden bisher zwar rasch umgesetzt, es dürfte jedoch einige Monate dauern, bis ihre positive Wirkung in der Wirtschaft spürbar ist. Ob sie ausreichen, um die entstandenen Schäden auszugleichen, bleibt daher abzuwarten. Je länger die Pandemie die Weltwirtschaft zum Stillstand zwingt, desto mehr Unterstützung ist für eine Wachstumserholung erforderlich.
 

Wie tief kann es gehen?

Die Ölpreise sind im ersten Quartal um mehr als 60% gesunken, und die Aktien zahlreicher Ölunternehmen verloren mehr als die Hälfte ihres Werts. Die Stilllegung ganzer Wirtschaftszweige infolge der Pandemie hat einen Einbruch der Ölnachfrage ausgelöst. Zu allem Überfluss sahen sich die bereits überversorgten Märkte mit dem Kampf zwischen Saudi-Arabien und Russland um Marktanteile konfrontiert, der nun Anzeichen einer Entspannung zeigt. Der Preisverfall am Ölmarkt hat die Treibstoffpreise auf das niedrigste Niveau seit Jahrzehnten sinken lassen, doch aufgrund der Maßnahmen zur sozialen Distanzierung profitieren davon weder Verbraucher noch Fluggesellschaften. Bei einem Ölpreis von rund 20 USD je Barrel arbeiten viele Produzenten deutlich unter der Gewinnschwelle. Das gilt vor allem für US-Schieferölproduzenten, die ihre Produktion trotz des niedrigen Preisniveaus aufrechterhalten, um Cashflow zu generieren. Dass diese Entwicklung zu steigenden Risiken führt, zeigt sich bei US-Hochzinsanleihen: Die Renditen an diesem Markt, der zu rund 10% aus Unternehmen des Energiesektors besteht, stiegen in kurzer Zeit auf über 10%. Auch wenn der Streit zwischen den Mitgliedern der OPEC+ möglicherweise beigelegt wird, werden die anhaltenden strukturellen Ungleichgewichte und das enorme Ausmaß des Konjunktureinbruchs den Sektor weiter belasten.
 

Notfallreparatur

Der Coronavirus-Ausbruch löste an den Märkten drastische Kursrückgänge aus. An den Anleihemärkten sorgte die knappe Liquidität für zusätzliche Spannungen: Zahlreiche Investoren, die ihre Positionen schließen wollten, fanden am offenen Markt keine Käufer und mussten daher zu unattraktiven Kursen verkaufen. Zum Teil lässt sich dies auf das weitmaschige Netz an Händlern und das hohe Volumen der Mittelabflüsse am Anleihemarkt zurückführen. Doch den Kern des Problems bilden die nach der globalen Finanzkrise verschärften Vorschriften für den Bankensektor, die den Banken nur noch eine begrenzte Ausweitung ihrer Bilanzen erlauben, sodass sich die Zahl potenzieller Anleihekäufer verringert hat. Die US-Notenbank (Fed) versorgte die Märkte angesichts der drohenden Knappheit sofort massiv mit Liquidität. Im Rahmen einer zeitlich unbefristeten quantitativen Lockerung begann sie dabei auch mit dem Ankauf von Unternehmens- und Kommunalanleihen, um eine Bodenbildung der Anleihekurse zu erreichen. Vorerst scheinen diese außergewöhnlichen Maßnahmen die Belastungen etwas zu lindern, da die Anleihemärkte Anzeichen einer Stabilisierung zeigen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Märkten den Weg durch die Krise zu bahnen. Ansonsten wird die Fed ihr Versprechen, „alles Notwendige“ zu tun, durch konkrete Schritte untermauern müssen.

 

Eine Übersicht über die einzelnen Regionen finden Sie, in dieser PDF-Datei.

 

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