INVESTMENT INSIGHTS

Globale Asset-Allokation: Einblicke für November

Yoram Lustig , Head of Multi-Asset Solutions, EMEA

MARKTEINBLICKE

Zum 31. Oktober 2019

Angeschlagen, doch noch nicht am Ende

Nachdem sich das globale Wirtschaftswachstum 21 Monate lang abgeschwächt hat, deutet die Bodenbildung der Industriedaten auf eine mögliche Stabilisierung hin. Der von J.P. Morgan veröffentlichte globale Einkaufsmanagerindex für die Industrie legte im Oktober den dritten Monat in Folge zu, wodurch die Rezessionsängste nachließen. Die weltweite Lockerung der Finanzierungsbedingungen zeigte allmählich Wirkung, und auch der robuste Konsum in den USA, die nachlassende Unsicherheit über den Handelskonflikt und die Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen hellten die Marktstimmung auf. Einige Wirtschaftsdaten sind jedoch nach wie vor besorgniserregend und die Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück, was die Nachhaltigkeit der Stabilisierung infrage stellt.
 

Ende des Dollar-Trends?

Der US-Dollar (USD) verzeichnet seit 2011 einen stetigen Aufwärtstrend, da das Wirtschaftswachstum und das Zinsniveau der USA die Vergleichsdaten der anderen Industrieländer übertreffen. Im Oktober gab der handelsgewichtete US-Dollar-Index jedoch um 2% nach, da die Entspannung im Handelsstreit und der Optimismus im Hinblick auf den Brexit die Nachfrage nach sicheren Anlagen sinken ließen. Die jüngste Stabilisierung des globalen Wachstums und das Nachlassen der Rezessionsängste könnten dazu führen, dass andere Währungen in nächster Zeit gegenüber dem US-Dollar aufwerten. Die Schwellenländer wären die Hauptnutznießer einer solchen Trendwende, da sie ihre auf USD lautende Verschuldung reduzieren würde. Da die US-Notenbank weiteren Zinssenkungen ablehnend gegenübersteht, könnte sich der Dollar jedoch noch eine gewisse Zeit auf dem aktuellen Niveau halten.
 

Unternehmensgewinne: etwas besser als nichts?

Die Berichtssaison neigt sich dem Ende entgegen, und die Ergebnisse fielen insgesamt etwas besser aus als erwartet. Möglicherweise wird sogar ein Rückgang des Gewinns je Aktie im 3. Quartal vermieden. Eine schwache Umsatzentwicklung, Margendruck, Kosteneinsparungen und Handelsspannungen standen bei den Ergebnisberichten vieler Unternehmen im Mittelpunkt. Zudem sind etliche Unternehmen nur zögernd zu Investitionen bereit, da das Konjunkturumfeld nach wie vor mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist. Ein wichtiges Thema war im 3. Quartal der Rückgang der Energiepreise, der die Gewinne von Energieunternehmen um mehr als 30% sinken ließ. Die Gewinnerwartungen für 2020 bleiben mit einem angestrebten Wachstum von über 9% hoch. Nach Ansicht zahlreicher Marktbeobachter könnten die Prognosen jedoch nach unten korrigiert werden, falls die Besorgnis über die bevorstehenden Wahlen und den Handelskonflikt die Wachstums- und Investitionsentwicklung weiter belastet.



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