INVESTMENT INSIGHTS

Globale Asset-Allokation: Einblicke für Dezember

Yoram Lustig , Head of Multi-Asset Solutions, EMEA

MARKTEINBLICKE

Stand: 30. November 2019

Zyklische Sektoren im Trend

Zyklische Aktien haben seit September ein beeindruckendes Comeback erlebt und defensive Titel deutlich übertroffen, da die Anleger die Entwicklung der Weltwirtschaft zunehmend optimistisch beurteilen. Dank der Entspannung im Handelskonflikt, der besseren Konjunkturdaten und der höheren Anleiherenditen konnten sich Sektoren wie Finanzen sowie Dienstleistungen für Industrie und Gewerbe erholen, während zinssensitivere Sektoren wie Versorgung und Immobilien zurückblieben. Globale Aktien außerhalb des US-Markts, die stärker von der Entwicklung des Welthandels abhängen, verzeichneten ebenfalls Kurszuwächse, da sich die Anlegerstimmung dank der Fortschritte in den Handelsgesprächen aufhellte. Es lässt sich schwer sagen, welche Faktoren eine nachhaltige Erholung zyklischer Aktien unterstützen würden, doch die erste Phase eines möglichen Handelsabkommens zwischen den USA und China könnte die Risikobereitschaft der Anleger weltweit beflügeln.
 

Verborgene Risiken?

Während die Aktienmärkte neue Rekordstände erreichen, fordern Investoren von Hochzinsanleihen des untersten Ratingsegments (CCC) die höchsten Kreditspreads seit über drei Jahren. Eine Reihe von Herausforderungen, darunter langfristige Änderungen des Konsumverhaltens und niedrige Rohstoffpreise, belasten einige Unternehmen schwächerer Bonität, wodurch die Spreads ihrer Anleihen drastisch ansteigen. Glücklicherweise hat der Hochzinsmarkt in den letzten Jahren insgesamt an Qualität gewonnen, sodass Papiere des BB-Segments inzwischen fast die Hälfte des Marktes ausmachen. Bisher erscheinen die Risiken im CCC-Bereich begrenzt, doch die Anfälligkeit für Kurseinbrüche nimmt bei diesen Unternehmen zu.
 

Wachwechsel bei der EZB

Die Wirksamkeit der Geldpolitik und ihr begrenztes Instrumentarium, insbesondere in der Eurozone, werden an den Märkten zunehmend skeptisch beurteilt. Christine Lagarde, die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), fordert daher einen neuen Policy Mix zur Bekämpfung der Konjunkturabkühlung und der schwachen Inflation. Angesichts des bereits extrem niedrigen (negativen) Zinsniveaus und der laufenden Anleihekäufe hält Lagarde den Zeitpunkt für gekommen, das Wirtschaftswachstum mit höheren Staatsausgaben anzukurbeln. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan, da Länder mit Haushaltsüberschüssen, wie Deutschland und die Niederlande, bisher nicht bereit sind, ihre Verschuldung zu erhöhen. Sollten Lagardes Pläne Wirklichkeit werden, könnten die höheren Staatsausgaben auch den Umfang der Geldpolitik ausweiten, da der EZB eine größere Zahl von Anleihen für den Ankauf zur Verfügung steht.
 

 

Eine Übersicht über die einzelnen Regionen finden Sie in dieser PDF-Datei.

 

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